Museumsinsel: Lauschige Idylle hinter Kolonnaden

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Altes Museum
Das Alte Museum mit seinen vielen Säulen. Bild: Imago/Schöning

Die Museumsinsel ist nicht nur ein vielbesuchter, sondern auch einer der romantischsten Orte unserer Stadt.

Einer der romantischsten Orte in Berlins Mitte ist der Kolonnadenhof auf der Museumsinsel. Der große, an drei Seiten von Säulengängen umgebene öffentliche Garten öffnet sich vor der Alten Nationalgalerie.

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Rund um einen Brunnen stehen geometrisch geschnittene Buchsbaumhecken, dazwischen Platanen und Skulpturen. Hier trifft man sich zum Museumsbesuch, zum Freiluftkino – oder einfach, weil es so ein lauschiger Ort ist.


HINKOMMEN
U-Bahnhof Museumsinsel

DAUER
Pro Museum mindestens zwei bis drei Stunden

INFO & TICKETS
www.smb.museum


Der Kolonnadenhof stimmt ein auf die Schätze, die die Musentempel auf der Museumsinsel beherbergen. Fünf weltberühmte Museen aus der Zeit der preußischen Herrscher bilden ein grandioses Ensemble das 1999 zum Unesco-Welterbe ernannt wurde.

In den ganz unterschiedlichen Gebäuden sind vorwiegend die archäologischen Sammlungen und die Kunst des 19. Jahrhunderts untergebracht. Seit 2019 wird der Komplex durch die James-Simon-Galerie ergänzt, ein zentrales Empfangs- und Ausstellungsgebäude.

Magische Faszination

Betritt man die Museumsinsel vom Lustgarten aus, ragt dahinter das 1830 eröffnete Alte Museum mit seinen mächtigen Säulen auf. Das Alte Museum führt in die Welt der klassischen Antike.

Hier kann man kunstvolle Werke der alten Griechen, Etrusker und Römer bewundern – von Kleinkunst über Vasen bis hin zu Schmuck und Skulpturen. Schon der Eingangsbereich mit seinen antiken Skulpturen vermittelt das Gefühl, in einem Tempel der Kultur zu stehen.

Das Neue Museum zeigt die Kulturgeschichte der Ägypter, der Antike und der Vor- und Frühgeschichte. Besonders von der anmutigen Büste der Nofretete, geht eine magische Faszination aus. Das Neue Museum wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als Erweiterung des Alten Museums erbaut.

Antike Hochkultur

Beim Wiederaufbau 2009 hat Stararchitekt David Chipperfield das klassizistische Gebäude um moderne Elemente ergänzt. Die Alte Nationalgalerie beherbergt Gemälde und Skulpturen aus dem 19. Jahrhundert. Im Pergamonmuseum taucht man ein in die Welt der antiken Hochkulturen.


Altes Museum
Die Welt des klassischen Altertums entdecken.
Bodestraße 1–3 | 10178 Berlin

Alte Nationalgalerie
Dem Charme der Meisterwerke aus dem 19. Jahrhundert erliegen.
Bodestraße 1–3 | 10178 Berlin

Neues Museum
Kulturgeschichte der Ägypter, der Antike und der Vor- und Frühgeschichte.
Bodestraße 1–3 | 10178 Berlin

Pergamonmuseum
In die Welt der antiken Hochkulturen eintauchen und durch das türkisfarbene Ischtar-Tor schreiten.
Bodestraße 1–3 | 10178 Berlin

Bode-Museum
Byzantinische Kunst, Skulpturensammlung und Münzkabinett.
Am Kupfergraben | 10117 Berlin


Zu den Highlights gehören das monumentale Markttor von Milet und das türkisfarben schimmernde Ischtar-Tor. Spätestens ab 2025 wird man wieder auf den Stufen zu Füßen des Pergamon-Altars Platz nehmen können.

Bis dahin ist in einem temporären Gebäude ein 360°-Panorama der antiken Stadt Pergamon zu sehen. Auf der Nordseite der Museumsinsel liegt malerisch an der Spree das Bode-Museum, zu dem man über die Monbijoubrücke gelangt.

Mit seiner majestätisch anmutenden Kuppel fällt der Neubarockbau aus dem Jahr 1904 sofort ins Auge. Hier kann man in prunkvollen Räumen die Skulpturensammlung, Byzantinische Kunst und das Münzkabinett entdecken.

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