Prenzlauer Berg: Verkehrszählung im Arnimkiez

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Auch der Kiezblock im Arnimkiez wird vorbereitet. Bild: kiezmobil

Die Verkehrsuntersuchung war ein wichtiger Schritt zur Verringerung des Durchgangsverkehrs und zur Vorbereitung des Kiezblocks.

Im Rahmen eines Modellprojekts ist die Einrichtung von zwei ersten so genannten Kiezblocks in Pankow geplant.

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Nachdem der Start des ersten Kiezblocks im Weißenseer Komponistenviertel bereits für diesen Sommer vorgesehen ist, gehen nun auch die Planungen für das zweite Modellprojekt, den Kiezblock Arnimkiez, in die heiße Phase.

Zweite Verkehrszählung

Dafür wurde am 19. Mai vor Ort eine zweite Verkehrszählung durchgeführt.

Rona Tietje, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung und Bürgerdienste erklärt: „Die Verkehrszählung ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des Kiezblocks.

Ziel ist, die Situation vor Ort genau zu erfassen, um ein für die konkrete Gefahrenlage optimal passendes und effektives Verkehrskonzept zu entwickeln.“

Beteiligung der Anwohner

Die Verkehrsuntersuchung wird durch die Technische Universität Dresden mit Unterstützung durch die Technische Universität Berlin durchgeführt. Bereits im März hatte das Ingenieurbüro stadtraum erste Erhebungen durchgeführt.


Lesen Sie bitte auch: Kiezblock Komponistenviertel: Bilanz der 2. Infoveranstaltung


Bei dieser zweiten Zählung wurde jetzt ein besonderes Augenmerk auf die Ermittlung des Durchgangsverkehrsanteils gelegt. Nun geht es an die Auswertung der Zahlen.

Im Anschluss erfolgt eine Beteiligung der Anwohner, bevor dann nach derzeitiger Planung der Einbau verkehrslenkender Maßnahmen im Arnimkiez für das 3. Quartal 2022 vorgesehen ist.

Städtisches Wohnquartier

Ein Kiezblock ist ein städtisches Wohnquartier ohne Kfz-Durchgangsverkehr. Die Straßen innerhalb des Kiezes sind vor allem für den Fuß- und Radverkehr da, während das Auto zu Gast ist.

Dabei bleiben alle Gebäude für Rettungsfahrzeuge oder Lieferverkehr erreichbar und auch Anwohner kommen weiterhin mit ihrem Auto nach Hause. Verkehrslenkende Maßnahmen, wie zum Beispiel Einbahnstraßen oder Diagonalsperren an ausgewählten Kreuzungen, verhindern jedoch eine durchgängige Querung des Kiezes mit dem Kraftfahrzeug.

Bei dem Verkehrsversuch wird das Bezirksamt durch die Technischen Universitäten Berlin und Dresden wissenschaftlich begleitet.

Es soll herausgefunden werden, ob die Einrichtung eines Kiezblocks zu einer Reduzierung der Kfz-Verkehrsbelastung führt, ob die Mobilität weiterhin gewährleistet bleibt und die Sicherheit sowie Umwelt- und Aufenthaltsqualität im Kiez erhöht werden.

Weitere Informationenonline.

Text: Redaktion

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