Spranger besucht Kottbusser Tor: Streit um Polizeiwache

Das Kottbusser Tor in der Abenddämmerung.
Das Kottbusser Tor in der Abenddämmerung. Foto: Christoph Soeder/dpa/Bildarchiv

Berlin (dpa/bb) – Im Streit um die geplante Polizeiwache am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg besucht Innensenatorin Iris Spranger (SPD) am Montag (ab 11.00 Uhr) den umstrittenen Ort. Zusammen mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh will sie sich ein Bild von der Lage dort machen. Vorher lassen Spranger und Saleh sich von der Polizei in der vor einigen Jahren gebauten Polizeiwache auf dem Alexanderplatz über die Arbeit am dortigen Kriminalitätsschwerpunkt informieren.

Spranger hatte mehrfach betont, dass die sogenannte Kottiwache trotz Widerstands aus der linken und linksradikalen Szene in Kreuzberg Anfang 2023 fertig sein soll. Anfang der Woche wurde daraufhin ihr Wahlkreisbüro im Stadtteil Biesdorf in Marzahn vermutlich von Linksextremisten beschädigt und beschmiert. Auf die Scheibe wurde in großen Buchstaben die Parole «Keine Kottiwache» geschrieben. Das Sicherheitsglas der Scheibe wurde eingeschlagen und stinkende Buttersäure in die Büroräume geleitet.

Das Kottbusser Tor gilt als Ort mit viel Kriminalität, Partyleben, Drogenhandel und einer teilweise polizeifeindlichen Szene. Geplant ist die neue Wache in dem Hochhaus, das über der Adalbertstraße steht. Sie soll im 1. Stock des Hauses über der darunter liegenden Straße eingerichtet werden. Nach einem Bericht könnte die Wache bis zu zehnmal so teuer werden wie die genannte Summe von 250 000 Euro. Teile der linken und linksradikalen Szene kritisieren, mit so einer Polizeiwache an dem Ort sei mit noch mehr Polizeikontrollen zu rechnen.

Hinterlasse eine Antwort

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Name bitte hier reinschreiben