Mode 2022: Mann wählt nach Typ und Selbstbewusstsein

Männer kleiden sich ganz individuell nach Typ und persönlichem Selbstwertgefühl. Bild: iStock/Getty IMages Plus/Ales_Utovko
Männer kleiden sich ganz individuell nach Typ und persönlichem Selbstwertgefühl. Bild: iStock/Getty IMages Plus/Ales_Utovko

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Die Anzahl der Magazine, die sich mit aktueller Damenmode befassen, lässt sich nicht mehr zählen. Doch was ist eigentlich mit den Herren?

Natürlich gibt es auch einige Medien, die sich mit Modetipps ganz an eine männliche Zielgruppe richten. Allerdings zielen die inhaltlich meistens in eine klar definierte Richtung, die dann zum einzigen Nonplusultra erklärt wird. Das ist natürlich Quatsch: Männermode 2022 muss zum Typ und zum Ego passen, dann passt das schon.

Die größten Fauxpas

Auch Männer können modisch eine ganze Menge falsch machen. Ob der Gürtel zur Farbe der Schuhe passt ist natürlich eine weniger wichtige Detailfrage die ohnehin obsolet wird, wenn man die Sommerjacke Herren darüber trägt. Die formlose, meistens mausgraue Jogginghose aus Sweater-Material hingegen mag zwar bequem sein, doch darin sieht selbst der trainierteste Mann wie ein Schluff aus. Dass kein Mann Socken in Sandalen tragen sollte, ist unnötig zu erwähnen. Weiße Sportsocken sehen aber nicht nur in den offenen Sommerschuhen fragwürdig aus, sondern sind generell allenfalls für das Fitnessstudio oder den Sportplatz die richtige Wahl. Den Alltagslook haben sie bereits in den 1990er-Jahren erfolgreich ruiniert, was man(n) ihnen heute nicht zugestehen sollte.

Sportliche Dynamik geht auch im Alltag

Steve Jobs war nicht nur in technischer Hinsicht ein Genie und Trendsetter, sondern hat auch modisch eine Richtung vorgegeben. Unter Übergangsjacken Herren ist ein Sakko schlecht zu tragen, wohl aber der  schwarze Rollkragenpullover. Dazu eine sportliche Chino und farblich abgestimmte Sneakers, schon ist ein bürotauglicher Look entstanden. Der ist auch bestens geeignet, um sich in der Mittagspause einen längeren Spaziergang zu genehmigen.

Schlips und Kragen sind passé

Der sportlich-dynamische Look wirkt sich erwiesenermaßen positiv auf das Betriebsklima und die Motivation aus und wird daher auch vom Chef gerne gesehen. Der steife Dresscode aus früheren Zeiten, in denen Männern auch an heißesten Sommertagen Hemdkragen, Schlips und Jacket vorgeschrieben waren, gehört nahezu überall der Vergangenheit an.

Anzug und Krawatte sind für Männer im Arbeitsalltag heute kaum noch vorgegebener Dresscode. Das bedeutet allerdings nicht, dass Männer nicht freiwillig Wert auf eine elegante Erscheinung legen dürften. Der Stresemann mit Einstecktuch und Budapestern mag im Arbeitsalltag vielleicht etwas overdressed wirken. Wer am Wochenende in diesem klassischen Look ausgeht, kann sich anerkennenden Blicken aber sicher sein.

Auffallen, aber bitte positiv

Jeans, T-Shirt und gewöhnliche Halbschuhe sind okay, aber im höchsten Maße unauffällig. Nicht nur in Bayern ist die Tracht mit Kniebundhose, Haferlschuhen und passend abgestimmtem Hemd längst zur schicken Alternative geworden. Insbesondere ab dem Spätsommer sieht man in allen Teilen des Landes Männer, die sich für den klassische-bajuwarischen Stil entscheiden.

Und zwar auch dann und dort, wo sie damit als Paradiesvogel gelten. Und ein Paradiesvogel kommt selten allein: Zwar sind Materialien wie Leder, Lack und Latex eher etwas für besondere Anlässe, zumal diese Materialien auf die Dauer etwas unbequem sein können. Auch im Alltag wagen aber immer mehr Männer mit der dafür geeigneten Figur den Griff zu Skinny Jeans oder Lederleggings und beherrschen selbstverständlich auch den Umgang mit Nagellack und Lidschatten.

Dass ein solcher Look auffällt, ist vollkommen klar. Wenn alles zur Figur, zum Typ und zum Ego passt, sind die eingefangenen Blicke aber fast immer anerkennend. Jedenfalls dort, wo kein ungeschriebener Dresscode andere Vorgaben macht. Ein unerschütterliches Ego ist natürlich eine Grundvoraussetzung.

Qualität kann man sehen

Übrigens: Qualität kann man sehen. Und „Frau“ auch. Das bedeutet zwar nicht, dass die Kleidung ausschließlich vom Premium-Label stammen muss. Wer sich allerdings nur beim Billigheimer einkleidet, strahlt das leider auch aus – und der Gesamteindruck ist eher negativ.

Neben einem geschickten Händchen für das eigene Styling ist das richtige Einkaufsverhalten also unabdingbar. Kleider machen bekanntlich Leute, und mit zunehmender Sicherheit für die Auswahl der Klamotten macht auch der Blick in den Spiegel immer mehr Spaß. Ausdrücklich auch als Mann.

 

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