Denkmal für ukrainische Nazi-Opfer: Woidke begrüßt Vorschlag

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke spricht während einer Pressekonferenz in Potsdam.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke spricht während einer Pressekonferenz in Potsdam. Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild

Potsdam (dpa/bb) – Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat Unterstützung für den Vorschlag der Ukraine für ein Mahnmal für die ukrainischen Opfer des Nationalsozialismus signalisiert. «Ich kann dieses Ansinnen nur unterstützen», sagte Woidke den «Potsdamer Neuesten Nachrichten» und dem Berliner «Tagesspiegel» (Freitag). «Und zwar auch vor dem Hintergrund, dass wir momentan für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges in Berlin ein Mahnmal planen, auch als Ort der Begegnung, was der Bundestag nach langer Debatte beschlossen hat.»

Über den Standort sollte nach Ansicht von Woidke nicht nur die deutsche Seite befinden: «Es müssten Gespräche mit dem Deutschen Bundestag beginnen, unter Einbeziehung auch der ukrainischen Botschaft», sagte er. «Ich werde mich dafür einsetzen.»

Der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, hatte am vergangenen Sonntag bei einer Gedenkveranstaltung im Brandenburger Landtag ein solches Mahnmal im Zentrum Berlins für die acht Millionen ukrainischen Opfer des Nationalsozialismus gefordert, damit in Deutschland lebende Ukrainer um ihre Landsleute trauern könnten. Melnyk hatte dabei kritisiert, dass seine Heimat «fast komplett abwesend in der Topographie der deutschen Erinnerung» sei.

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