Waldbrandgefahr in Brandenburg nach Regen weiter hoch

Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs der Feuerwehr.
Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs der Feuerwehr. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Potsdam (dpa/bb) – Trotz vereinzelter Schauer in der Nacht zu Donnerstag besteht aufgrund anhaltender Trockenheit noch immer eine sehr hohe Waldbrandgefahr im Süden Brandenburgs. In den Landkreisen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz herrschte am Donnerstag die höchste Warnstufe 5. Auch in den Regionen Prignitz, Dahme-Spreewald sowie Spree-Neiße und Cottbus und bestand mit der Warnstufe 4 eine hohe Waldbrandgefahr. «Bei dem kleinen Intermezzo an Schauen konnte lediglich der Norden Brandenburgs einmal Luft schnappen», sagte der Waldbrand-Beauftragte Raimund Engel am Donnerstag auf Anfrage.

Im Süden Brandenburgs habe es in der Nacht zu Donnerstag so gut wie gar nicht geregnet. Und auch im Norden werde damit gerechnet, dass die Feuchtigkeit nur etwa bis zum Donnerstagnachmittag anhält, teilte Engel mit. Für die nächsten Tage rechne man unterdessen damit, dass die Waldbrandgefahr wieder ansteige und der Großteil der Regionen wieder hohe Warnstufen erreichen wird.

In dieser Saison habe es bereits 96 Waldbrände gegeben auf insgesamt 18 Hektar, berichtete Engel. Seit Montag seien es bereits 13 Waldbrände gewesen: zuletzt am Mittwoch auf einer Fläche von 1600 Quadratmetern im Landkreis Potsdam-Mittelmark und am Dienstag auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern in Oder-Spree. Alle Brände seien schnell durch die Waldbrandzentralen des Landes entdeckt und der Feuerwehr gemeldet worden, berichtete Engel.

Jahr für Jahr ist Brandenburg besonders stark von Waldbränden betroffen, denn häufig regnet es in dem Bundesland nicht, wenig oder nur sehr lokal. Das Land um Berlin leidet zudem unter den sandigen Böden, die den Regen nicht lange halten können.

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