Verbrennungsanlage für Klärschlämme geplant

Symbolfoto
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Boxberg (dpa) – Am Kraftwerksstandort Boxberg in der Oberlausitz soll eine Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage entstehen. Die Lausitz Energie Kraftwerke AG (Leag) und die Veolia Klärschlammverwertung Deutschland GmbH (Veolia) hätten eine entsprechende Vereinbarung getroffen, hieß es in einer Mitteilung der Unternehmen am Donnerstag. Das geschätzte Gesamtinvestitionsvolumen für die Anlage beträgt demnach rund 60 Millionen Euro. Die Anlage mit einer Kapazität von 20.000 bis 30.000 Tonnen Trockensubstanz pro Jahr soll bis Ende 2027 in Betrieb gehen.

Mit der Planung zum Bau einer eigenständigen Verbrennungsanlage für Klärschlämme signalisiere man den Willen für die Umsetzung von großtechnischen Lösungen zur langfristigen Entsorgung von Klärschlämmen, sagte LEAG-Kraftwerksvorstand Hubertus Altmann. Gleichzeitig würden die Voraussetzungen geschaffen, dass Betreiber kommunaler Kläranlagen aus der Lausitz und darüber hinaus die gesetzliche Forderung erfüllen können, aus Klärschlämmen die lebenswichtige Ressource Phosphor zurückzugewinnen.

Der Klärschlamm aus der Region könne so direkt in der Region thermisch verwertet und der dabei zurückgewonnene Phosphor als Dünger von den Agrarbetrieben in der Region genutzt werden, erläuterte Veolia-Geschäftsführer Laurent Hequet. So würden «Synergien geschaffen, die kostensenkend wirken, Arbeitsplätze in der Region sichern und sich auch für die Umwelt auszahlen».

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