Dieses Eis braucht keine Extras

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In der "Eisfee" ist der Geschmack natürlicher Zutaten der Star: Redakteur Nils Michaelis zu Besuch bei Eismacher André Hildebrandt in Tempelhof. Bild: Hannah Blitz

Wo gibt es das leckerste Eis der Stadt und warum? Wir erzählen euch in unserem Eis-Spezial der Serie „Lecker Berlin“ von unseren Berliner Lieblingseisdielen und verlosen Gratisportionen für den Selbsttest.

Ein intensiver Duft nach Haselnuss begrüßt den Besucher in der Küche der „Eisfee“ an der Manfred-von-Richthofen-Straße in Tempelhof. Es ist 13 Uhr. Um diese Zeit hat Eismacher André Hildebrandt die tägliche Eisproduktion so gut wie abgeschlossen.

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In einem der ratternden Pasteurisierer wartet das vor sich hin blubbernde Haselnusseis auf seine Vollendung. Wenig später landet es in den metallenen Wannen für den Verkauf. Eis aus eigener Produktion: Damit werben immer mehr Anbieter in Berlin. Hildebrandt und seine „Eisfee“ haben ihren Platz auf diesem nicht immer einfachen Parkett gefunden.

Das Rezept des ehemaligen Restaurantbetreibers: natürliche und hochwerige Zutaten sowie bodenständige Kreationen. Zunge und Gaumen lassen sich davon mit Leichtigkeit überzeugen. Langsam, aber unaufhaltsam breitet sich das Aroma des Vanilleeises im Mundraum aus.

Besonderes Geschmackserlebnis

Das Geheimnis dahinter: Hildebrandt nutzt kein Vanillepulver, sondern ausschließlich Vanilleschoten. „Hierbei verwende ich ausschließlich das Vanillemark, während für das Pulver die gesamte Schote zerkleinert wird“, erklärt er das besondere Geschmackserlebnis.

 


 

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Weitere Zutaten: lediglich Bio-Vollmilch und Zucker. Genauer: eine Komposition aus verschiedenen Zuckersorten. Sie sorgt am Ende auch für die besondere Cremigkeit des Eises. Daran ist natürlich auch ein Milchanteil von gut 70 Prozent nicht ganz unschuldig.

„Drei Zutaten sind für mich das höchste der Gefühle“, sagt Hildebrandt. „Ich mache lieber ein richtig gutes Schokoeis als irgendwelche Spielereien mit Ingwer oder Chili.“ Jede Komposition müsse einen Sinn ergeben.

Fokus auf das Wesentliche

In der Tat: Auch das Schokoladeneis mit venezolanischem Edelkakao hält, was es verspricht. Manchmal gestattet sich der 59-Jährige bei der Menge an Zutaten aber eine Ausnahme. Etwa bei der Sorte „Berliner Bär“, ein Mix aus Vanilleis, Brownies und Karamell.

Der Fokus des Gründers, Inhabers und Geschäftsführers der „Eisfee“ auf wenige, aber hochwertige Zutaten wird von der mediterranen Küche beeinflusst. Aber auch Fantasie ist gefragt. So wurde Hildebrandts Zitronencreme-Eis von einer spanischen Torte inspiriert.

Hinzu kommt ein gewisses Understatement: An der kleinen, unscheinbaren Durchreiche am Fenster der „Eisfee“ in Tempelhof gibt es zwischen März und Oktober ausschließlich Eis zum Mitnehmen: wie in Italien geschabt, nicht in Kugeln.

Täglich wechselnde Sorten

13 täglich wechselnde Sorten sind am Standort Tempelhof im Angebot, darunter Klassiker wie Erdbeer und Stracciatella, aber auch Ungewöhnliches wie Milchreis oder eben „Berliner Bär“. Auch vegane Schöpfungen gehören zum Angebot.

Hildebrandts Philosophie hat sich bewährt. Nicht nur im Kiez nahe dem Platz der Luftbrücke ist sein Eis gefragt. 2008 ging der erste „Eisfee“-Standort an den Start. Von seiner Produktionsstätte und Zentrale in Tempelhof aus beliefern Hildebrandt und seine Frau Filialen in Steglitz, Friedenau und Schöneberg.

Bis zu 20 „Eisfeen“ bringen Hildebrandts Kreationen, die lange im Gaumen hängen bleiben, unter die Leute.

Mal probieren? Wir verlosen 5×1 Eisportion bei der Eisfee in Tempelhof. Schicken Sie bis zum 17. Mai eine E-Mail mit Ihrem Namen (Betreff: Eisfee) an:
redaktion@berliner-abendblatt.de

Text: Nils Michaelis

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