Pollenalarm: Juckt mich nicht!

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Pollenallergie
Als Allergiker unbeschwert durch die pollenreiche warme Jahreszeit kommen. Bild: djd/Linda

Allergiezeit: Mit gezielten Maßnahmen durch die Heuschnupfensaison.

Für viele Deutsche beginnen mit steigenden Temperaturen die schönsten Tage des Jahres. Allergiker jedoch können das gute Wetter oftmals nicht so recht genießen. Niesen, Juckreiz, tränende Augen: Allergien sind weit verbreitet. So erkranken laut Robert-Koch-Institut (RKI) mehr als 20 Prozent der Kinder und mehr als 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland irgendwann an mindestens einer allergischen Erkrankung.

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Bei Kindern sind Jungen häufiger betroffen als Mädchen. Im Erwachsenenalter kehrt sich das Verhältnis um. Linda-Apotheker Martin Beutling weiß aus Erfahrung: „Am häufigsten kommen die Menschen wegen Heuschnupfen in die Apotheke.“ Oft schon im Februar, aber spätestens mit den ersten milden Tagen herrscht wieder Pollenalarm, und für Allergiker beginnt die Leidenszeit. Im medizinischen Sinn handelt es sich bei einer Pollenallergie um eine allergisch bedingte Entzündung der Nasenschleimhaut – ausgelöst durch Pflanzenpollen.

Ständiges Niesen

„Besonders die ständige Nieserei macht den Betroffenen zu schaffen“, erklärt Experte Beutling: „Das ist nicht nur lästig, sondern auch körperlich anstrengend – man fühlt sich schnell erschöpft.“

Zusätzlich plagen eine laufende Nase sowie juckende, tränende und geschwollene Augen. Das kann die Lebensqualität in Frühling und Sommer enorm einschränken. Um ihre Probleme in den Griff zu bekommen, sollten Allergiker sich stets informieren, welche Pollen gerade aktiv sind. Zahlreiche Pollenflugkalender gibt es online, noch genauer sind spezielle Apps, die auch die jeweilige Wohnumgebung einbeziehen.

Symptome bekämpfen

Am stärksten verbreitet sind allergische Reaktionen gegen Birkenpollen, aber auch gegen Frühblüher wie Hasel, Erle, Pappel und im Sommer gegen Gräserpollen. Zur Bekämpfung der Symptome rät Martin Beutling zunächst zu lokalen Antihistaminika wie Augentropfen und Nasenspray.

Zudem könne man zu Tabletten, etwa mit den Wirkstoffen Cetirizin, Loratadin oder Dimetinden, greifen. Am besten lässt man sich fachkundig beraten, welche Medikamente individuell am besten geeignet sind. Im Internet finden sich qualifizierte Apotheken in Wohnortnähe.

Medikamente einnehmen. Zur Einnahme der Präparate meint Beutling: „Ich empfehle, diese rechtzeitig einzunehmen, bevor es ganz schlimm wird – und dann auch durchgehend dabeizubleiben, bis die jeweiligen Allergene abflauen.“ Zudem sollte man Pollen täglich mit einer Nasendusche ausspülen.

Unbedingt behandeln

Behandeln sollte man seine Pollenallergie in jedem Fall. Lässt man den Heuschnupfen unbehandelt, kann sich ein Etagenwechsel anbahnen, der mit einer Verengung der Bronchien und Asthma einhergeht. Spätestens dann sollte man den Arzt aufsuchen, die Kortison oder gegebenenfalls eine Desensibilisierung verordnen können. Damit es gar nicht erst so weit kommt, empfiehlt sich aber der frühzeitige Besuch eines Arztes oder einer Apotheke. Dort erhalten Betroffene auch Hilfe bei Fragen.

Text: djd

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