Spar-Tipps für die Teuer-Monate

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25 Prozent mehr beim Gaspreis: Der Kostentreiber schlechthin für Berlins Haushalte. Bild: IMAGO / CHROMORANGE
25 Prozent mehr beim Gaspreis: Der Kostentreiber schlechthin für Berlins Haushalte. Bild: IMAGO / CHROMORANGE

Die Inflation wird weiterhin vor allem jene Haushalte treffen, die sich wenig Hoffnungen auf effektive Einkommenssteigerungen machen können. Aber nicht nur Rentner, Arbeitslose und kinderreiche Familien müssen jetzt noch mehr aufs Geld achten. Auch der sogenannte Mittelstand hat zu tun, um über die Runden zu kommen. Das Berliner Abendblatt will helfen und hat einige Tipps zusammengestellt, die das Sparen einfacher machen.

Fürs Tanken, für Gas, Strom und Grundnahrungsmittel müssen wir seit einigen Monaten immer tiefer in die Tasche greifen. Darauf hat jetzt die Ampel-Koalition mit umfangreichen Entlastungen reagiert. Geplant sind eine Energiepreispauschale, eine Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe für drei Monate sowie Hilfen für Familien und Geringverdiener. Vorgesehen sind auch billige Tickets für Busse und Bahnen im Öffentlichen Personennahverkehr. Was im Einzelnen beschlossen wurde, finden Sie hier:

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Sparen beim Heizen und beim Energieverbrauch

Um beim Heizen zu sparen, gilt: Thermostat richtig einstellen, Heizung entlüften, Möbel und Vorhänge vor dem Heizkörper entfernen und bei Abwesenheit die Heizung herunterdrehen. Um den Stromverbrauch bei Waschmaschinen zu senken, sollten diese nur voll beladen, gut vorsortiert und bei höchstens 60 Grad benutzt werden. Wer statt mit 60 nur mit 40 Grad wäscht, spart satte 50 Prozent an Energie. Tipp: Ökoprogramm nutzen, Vorwäsche vermeiden sowie Filter und Siebe regelmäßig säubern. Übrigens: Wäsche trocknet an der frischen Frühlingsluft deutlich billiger als im Trockner.

Wer Strom am Kühlschrank sparen möchte, sollte das Kühlabteil nicht unter sieben, die Gefrierfächer nicht kälter als minus 18 Grad einstellen. Ein Thermometer im Kühlschrank hilft bei der Einstellung des Gerätes.


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Finanzieren und sparen.

80 Prozent der Deutschen haben finanzielle Rücklagen gebildet. Mehr als die Hälfte dieser Sparer parken ihr Geld laut einer Postbank-Studie auf Giro- oder Sparkonten. Jeder dritte Deutsche bewahrt sein kleines Vermögen sogar zu Hause auf. Sichere und ertragreichere Alternativen gibt es: Bei Aktien, Gold und Festzinsanlagen sollte man sich aber von Experten beraten lassen.

Diese Anlagen schützen auch kleine Vermögen vor Inflationsverlust. Wer mit dem teuren Dispokredit bei der Bank in der Kreide steht, sollte auf Ratenkredit mit entsprechend niedrigen Zinsen umschulden. Verbraucher kommen so preiswerter aus den roten Zahlen heraus.

Einkaufen und Essen

Checken Sie vor dem Einkauf die Prospekte der verschiedenen Supermärkte in Ihrer Nachbarschaft (zum Beispiel Kaufland im Berliner Abendblatt). Grundsätzlich gilt: Rechnen Sie beim Einkaufen mit, setzen Sie sich ein persönliches Limit, vergleichen Sie die Preise nach Gewicht. Gehen Sie nicht einkaufen, wenn Sie hungrig sind und machen sich vorher eine Einkaufsliste. Beim Kochen selbst ist Kreativität gefragt.

So ist der Genuss von Fleisch auf höchstens einmal in der Woche reduziert, nicht nur besonders sparsam, sondern auch gesund.

Ausgehen und Freizeit

Auf Kultur, Spaß und Co. verzichten viele Menschen zuerst, wenn der Haushaltskasse die Ebbe droht. Das muss nicht sein: Wer zum Beispiel die Saurier im Naturkundemuseum besuchen oder die Lokomotiven im Technikmuseum bestaunen möchte, sollte dies bei Sonderaktionen tun. So werden zum Beispiel am 3. April und am 1. Mai rund 60 Museen ihre Türen kostenlos für Besucher öffnen.

Tagesaktuelle Gratis-Highlights wie Führungen, Ausstellungen oder kleine Konzerte finden sich zudem auf Berliner Internetportalen wie gratis-in-berlin.de. Für Familien bietet sich der Kauf des Berliner FamilienPasses 2022 an. Er enthält für Kinder und Jugendliche bis zu 17 Jahren über 500 Sparangebote, darunter 300 Preisvorteile und über 200 Verlosungen. Ob Kultur- und Freizeiteinrichtungen besuchen oder an Veranstaltungen teilnehmen: Jeden Tag und jedes Wochenende kann die ganze Familie kostengünstige Events für sich entdecken!

Für Familien mit geringem Einkommen und Alleinerziehende gibt es zudem noch Extra-Angebote, wie Konzertkarten zum halben Preis oder kostenfreie Kurzreisen. Einfach beim JugendKulturService registrieren, einige wenige Dokumente einreichen und die besonders preisreduzierten Angebote nutzen! Mehr Infos gibt es online:
www.jugendkulturservice.de

Reisen und Urlaub

Die Preise für Pauschalurlaube sind in dieser Saison elf Prozent teurer als noch im Vorjahr. Selbst organisierte Touren mit Bahn oder Bus lohnen sich bei rechtzeitiger Planung auf jeden Fall. So sind für unter einhundert Euro pro Person Kurztrips zu europäischen Reisezielen inklusive Übernachtung möglich. Reisemarktportale oder die Bahn selbst liefern gute Vorschläge.

Auto und Verkehr

Bislang unvorstellbare Preise leuchten in den Displays deutscher Tankstellen. Wer zum Job pendeln muss, sollte sich nach Alternativen zum Auto umschauen: Fahrradfahren, Fahrgemeinschaften bilden sowie die Nutzung von Bus und Bahn sind definitiv preiswerter. Benzinkosten sparen – wenn auch auf hohem Niveau – können Autofahrer beim Tanken zur richtigen Tageszeit. am günstigsten abends, am teuersten ist‘s im morgendlichen Berufsverkehr.

Beim Verbrauch sparen Autofahrer durch Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit, des Gewichts des Autos (Kofferraum checken), der Einstellung des richtigen Reifendrucks, vorausschauendes Fahren und den Verzicht auf Klimaanlage und Co. Das Tanken in Polen lohnt sich für Berlins Autofahrer nicht.

Text: Stefan Bartylla, Bild: IMAGO / CHROMORANGE

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