Entspannt wandern: Durch die Seeburger Fichten

Hahneberg
Freier Blick auf den Hahneberg. Foto: Thorsten Wiehle

Der Berliner Wald erstreckt sich über fast 30.000 Hektar und hat rund um die Uhr geöffnet. In unserer Serie stellt Thorsten Wiehle von den Berliner Forsten sechs von 41 Touren vor, die er in der Neu-Auflage seines Buches „Auf Försters Wegen. Die schönsten Berliner Waldwanderungen“ vom via reise verlag beschreibt. Der letzte Teil unserer Serie führt von Staaken nach Gatow. Und in unserem Gewinnspiel verlosen wir 5 x 2 Bücher.

Vorbei am Hahneberg geht es über Brandenburger Gebiet durch die Groß-Glienicker Heide
nach Gatow. Endpunkt der Wanderung ist Alt Gatow. Heerstraße Ecke Buschower Weg ist der Startpunkt für die Wanderung.

Direkt am Beginn des Buschower Weges befindet sich auch der Friedhof Staaken, an dem jedoch in südlicher Richtung vorbeigegangen wird. Dieser Weg endet direkt an der Stadtgrenze von Berlin. Von dort hat man einen ersten freien Blick über die Felder von Seeburg.

Start
Bus M49 Haltestelle
Buschower Weg
Länge
circa acht Kilometer
Dauer
circa 2,5 Stunden
Rückfahrt
Bus X34, 134 Haltestelle
Gatow Kirche

Entspannt wandern

Dem Weg (1) nach Westen (rechts) folgen. An der nächsten Straße (Im Grund) vorüber gehen, bis der Wald wieder anfängt. Direkt an der Waldkante nach Süden (links) abbiegen. Auf diesem Trampelpfad geht es nun bis zur Waldspitze. Unterwegs sieht man linker Hand den Hahneberg.

An der Waldspitze angekommen verzweigt sich der Weg in drei Richtungen. Die Wanderung geht weiter in südöstlicher Richtung (geradeaus) (2) hinaus auf die Felder. Vorbei an einer dichten Bauminsel, die in einer kleinen Senke liegt, geht es bis zur nächsten Wegekreuzung, wo auch wieder der Wald beginnt.


Hahneberg
Der auf natürliche Weise entstandene Hahneberg
ist 67 Meter hoch. Jedoch wird heute eher
der 87 Meter hohe künstliche Neue Hahneberg
als Hahneberg betitelt. Der Neue Hahneberg ist
aber kein Trümmerberg wie zum Beispiel der
Insulaner in Steglitz-Zehlendorf oder der Teufelsberg
in Wilmersdorf-Charlottenburg. Einst gab es
an dieser Stelle eine Kiesgrube, die mit Bauschutt
und Bodenaushub erst zugeschüttet und dann
aufgeschüttet wurde. Der Berg wurde später mit
Erdreich bedeckt und ist seit 1977 Naherholungsgebiet
an der Grenze zu Brandenburg.


Leichter Schwenk

Das Waldstück ist eines der zahlreichen kleinen Waldflächen in Brandenburg, die zu den Berliner Forsten gehören. Circa13 000 Hektar Wald in Brandenburg sind im Besitz der Berliner Forsten. Ein leichter Schwenk nach rechts führt die Wanderung nun wieder in südliche Richtung an der Waldkante entlang bis zur Engelsfelder Chaussee (3).

Nach der Überquerung geht es auf der anderen Straßenseite nun direkt in den Wald. Schon nach wenigen Metern gabelt sich der Weg. Dort wird der linke Weg gewählt und diesem folgt man ein ganzes Stück, bis sich nach knapp einem Kilometer die Landschaft wieder öffnet. Dort befindet sich auch ein Hochsitz.

Berliner Besitz

Die Tour geht weiter in südwestliche Richtung (schräg rechts) (4) und verläuft in einer langgezogenen Linkskurve bis zu den ehemaligen Rieselfeldern der Groß-Glienicker Heide. Es wird dem schnurgeraden Weg quer durch dieses Heidegebiet gefolgt.

Die Rieselfelder bestehen schon seit 1888 und gehörten zum Gut Karolinenhöhe. Seit einigen Jahren sind die Rieselfelder nicht mehr in Betrieb. Nach Abtragung des „verseuchten“ Bodens ist das Gebiet der Gatower Rieselfelder zum Landschaftsschutzgebiet geworden.

Erreicht man nach einigen Kreuzungen wieder den Waldrand (5) , geht man nach Südosten
(links) bis zur Potsdamer Chaussee. Dieses Waldgebiet wird auch als Groß-Glienicker Heide
bezeichnet und gehört ebenfalls zu den Flächen der Berliner Forsten.

Schnurgerader Weg

Hat man die Chaussee erreicht, geht man ein kurzes Stück nach Südwesten (rechts) um auf der anderen Straßenseite, auf dem nächsten Waldweg, nun wieder auf Berliner Stadtgebietsflächen weiterzuwandern.

Schon nach circa 100 Metern stößt man auf einen asphaltierten Rad- und Fußweg (6). Diesem in südlicher Richtung (rechts) folgen.

An der nächsten Wegkreuzung überquert man den Teufelsgraben, an dessen Uferböschung ein Weg schnurgerade nach Osten (links) in Richtung Gatow führt.

Kurzer Abstecher

Der Teufelsgraben ist die Verbindung zwischen dem Klärteich von Seeburg und der Havel.
Auf dieser Strecke geht es dann durch das Landschaftsschutzgebiet bis zur Melsunger Straße
in Gatow.

Zurück in der Zivilisation läuft man nun bis zum Ende der Straße und biegt nach
rechts in die „Buchwaldzeile“ ein. An der nächsten Ecke schwenkt man nach links in die Plievierstraße und erreicht die Straße Alt Gatow.

Ein kurzer Abstecher zur Dorfkirche Gatow, bevor man zurück in der Buchwaldzeile in „Hannes Café“ eine Stärkung zu sich nehmen kann. Von der hinter der Kirche liegenden Haltestelle kann man mit einem der Busse wieder zurück aus dem ländlichen Berlin in die Großstadt fahren.

Buchhinweis

Text & Bild: viareiseverlag

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