Bergauf, bergab zu Müggelturm und Teufelssee

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Wer an der Haltestelle „Rübezahl“ den Bus verlässt, befindet sich direkt am Startpunkt dieser kurzen, aber zeitaufwendigen Tour zu Müggelturm und Teufelssee.

Karte Müggelturm

Start: Bus 169 Haltestelle Rübezahl
Länge: circa fünf Kilometer
Dauer: circa zwei Stunden
Rückfahrt: Bus 169 Haltestelle Rübezahl
oder Müggelseeperle
Auch zu dieser Wanderung kann man sich auf der Homepage des via reise verlages einen GPS-Track herunterladen. Damit lässt sich die Wegstrecke auf einem Smartphone oder einem anderen GPS-Gerät darstellen.

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Kleiner Müggelberg

Durch das sogenannte Portal (1) betritt man das Waldgebiet. Vorbei an einem Waldspielplatz führt der Weg zum Teufelssee (2) . Um den See herum ist ein Lehrpfad angelegt, auf dem diese Tour ein kurzes Stück verläuft.

Einfach den Schildern nach rechts folgen, also dabei noch nicht nach links Richtung Lehrkabinett abbiegen. Nach circa 150 Metern ist auf der rechten Seite eine Treppe zu sehen.

Über diese erreicht man den Kleinen Müggelberg, auf dem in 88 Metern Höhe der Müggelturm (3) steht.

Guter Ausblick

Am Fuße des Müggelturmes kann man im 2017 wiedereröffneten Traditionslokal Müggelturm-Baude verschnaufen. Wer hoch hinaus möchte, kann weitere 30 Meter kostenpflichtig hinauf auf den Turm steigen.

Von dort oben hat man einen guten Ausblick über die Umgebung – je nach Wetterlage bis zu 50 Kilometer weit. Die Wandertour führt weiter über den Kammweg, von dem aus man das ein oder andere Mal rechts hinunter zum Langen See schauen kann.

Nach gut 500 Metern geht der Weg in einem spitzen Winkel links auf der ehemaligen Rodelbahn (4) bergab.

Höchster Punkt

Diese wird heute im oberen Teil von Mountainbikern (Radfahrern) genutzt. Bevor man hinunter läuft, lohnt sich ein Abstecher bis zum höchsten Punkt dieses Kammweges.

Von dort hat man einen lohnenswerten Ausblick auf den Müggelsee. Folgt man dem Weg parallel zur alten Rodelbahn bergab, zweigt dieser nach links von der Rodelbahn weg.

An der nächsten Infotafel führt rechts eine Treppe hinunter ans Ufer des Teufelssees. Ein kleiner Abstecher auf den Steg lohnt sich. Die Wanderung führt jedoch rechts am Ufer  entlang.

Am Ende der Rodelbahn wurde früher ein Auslauf in den Sumpf aufgeschüttet. Die Aufschüttung aus Schutt und Abfallstoffen wurde in einer Renaturierungsmaßnahme abgebaut.


Teufelssee
Der Teufelssee ist ein eiszeitlicher Toteissee: Toteis
ist Eis, das sich von einem Gletscher abgespalten
hat und sich nicht mehr bewegt. Der
Teufelssee entstand durch einen solchen Eisblock,
der in einer Mulde durch Geröll und Schmelzwasser
versandete und dort so lange erhalten blieb,
bis die Bodenfrostperiode beendet war. Als der
Frost den Boden freigab, wurde aus dem Eisblock
unter dem Sand Wasser. Der Sand sank auf den
Boden und es entstand ein 1,5 Hektar großer
See. Heute hat der See eine Wassertiefe von 2
Metern, weitere 17 Meter bis zum Seeboden aus
Sand und Kies sind aufgefüllt mit Schlick, Morast,
Torf und Pflanzenresten.


Viel Wissenswertes

Heute sehen Sie an dieser Stelle ein rundes, mit Wasser gefülltes Loch. Über einen
kleinen Steg kann in das 3,5 Meter tiefe Wasserloch geschaut werden.

Über den Weg am östlichen Rand des Sumpfgebietes, vorbei am Wurzelpavillon, stößt man auf das Lehrkabinett (5) . Hier können Sie, außer montags und samstags, alles Wissenswerte über den Wald und seine Bewohner erfahren.

Im Lehrkabinett sollte mit einer Besuchszeit von wenigstens 45 Minuten gerechnet werden. Besonders Wissensdurstige können hier auch deutlich länger verweilen.

Über die Zufahrtsstraße zum Lehrkabinett erreicht die erste Etappe dieser Wandertour ihr Ende auf dem Müggelheimer Damm. Diejenigen, für die der Ausflug lang genug war, können hier entweder nach links zur Bushaltestelle „Rübezahl“ zurücklaufen oder nach rechts zur Bushaltestelle „Müggelseeperle“.

Ehemaliger Stadtältester

Die Erweiterungsetappe (6) beginnt auf der anderen Straßenseite und führt direkt zum Müggelsee. Kurz vor dem Ufer erscheint der Rühlstein: ein Gedenkstein für Rudolf Rühl, ein ehemaliger Stadtältester von Köpenick.

An der T-Kreuzung des Uferweges besteht die Möglichkeit, nach links zur Gaststätte „Rübezahl“ zu laufen oder nach rechts zum „Hotel Müggelsee“.

Über die beiden Zufahrtsstraßen erreicht der Wanderweg den Müggelheimer Damm, auf dem der Bus von den Haltestellen „Rübezahl“ und „Müggelseeperle“ die Wanderer wieder zurück in die Großstadt bringt.

Buchhinweis

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