Cafe Leo

Ende Dezember wurde bekannt, dass die gGmbH Wendepunkt das beliebte Café am Leopoldplatz mit neuem Konzept übernehmen soll. Die SPD-Fraktion im Bezirk sieht aber Defizite im vorausgegangenen Interessenbekundungsverfahren.

„Wenn die Volksparks Rehberge und Schillerpark die Lunge des Wedding sind, bildet der Leo das Herz. Wir haben es dem Café Leo zu verdanken, dass hier ein soziales Herz schlägt“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Mitte, Mathias Schulz bei einer Demonstration für den Erhalt des bisherigen Café Leo am Platz.

Transparenteres Verfahren gewünscht

Das bisherige Interessenbekundungsverfahren (IBV) erfülle viele Anforderungen nicht. Darunter etwa die Beteiligung der Akteure aus dem Kiez bei der Besetzung der Jury oder transparente Prozesse. „Wir fordern als SPD-Mitte ein neues IBV und die Beachtung der BVV-Beschlüsse. Der Räumungsbescheid ist zu widerrufen. Es dürfen nicht einseitig Fakten geschaffen werden“, so die Forderung der Fraktion am Samstag. Der aktuelle Betreiber, Hüseyin Ünlü, ist im Kiez beliebt, das Café Leo ein wichtiger Anlaufpunkt für Nachbarn und Besucher des Wedding. Wer sich für den Erhalt des Cafés einsetzen möchte, kann sich an einer Online-Petition beteiligen.

Da es sich bei der Fläche um eine Grünfläche handelt, muss der Bezirk eine Sondernutzung erlauben. Deshalb wurde ein Interessenbekundungsverfahren gestartet, das im vergangenen Jahr die Wendepunkt gGmbH für sich entscheiden konnte. Die haben auch ein ausgewogenes Konzept für das Café entwickelt, das eine größere Außenfläche und zwei PCs vorsieht.

Text: kr, Bild: IMAGO/Jürgen Ritter

2 Kommentare

  1. Ich unterstütze die Petition und mich bestürzt es, dass das Bezirksamt die Entscheidung auf Biegen und Brechen, ohne Rückhalt in der Gesellschaft, durchprügeln möchte!

    Das Interessenbekundungsverfahren wurde nicht gut durchgeführt, die einzigen zivilgesellschaftlichen Akteure der Jury, die Stadtteilvertretung, wurden ausgeschlossen. Das Votum des Runden Tischs wurde nicht ernst genommen, und die Beschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung wurden ignoriert.

    Angebote sozialer Arbeit halte ich für essentiell am Leo, und fände es schön wenn auch Wendepunkt eine Fläche findet – aber dafür muss kein Kleingewerbe verdrängt werden (und schon gar nicht durch ein unsauber durchgeführtes Verfahren).

    Und lieber Herr Hampel, gerne können Sie sich bei der Stadtteilvertretung mensch.müller melden um unsere Einblicke zu erfahren.

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich bin einer der beiden Geschäftsführer der Wendepunkt gGmbH.
    Ihre Darstellung ist doch sehr einseitig und inhaltlich zum Teil falsch.

    Ich fände es fair, wenn Sie nicht nur die Poistion rund um die Akteure der Partei „Die Linke“ übernehmen. Falls Sie an einer informationsbasierten Recherche zu diesem Thema interessiert sind kontaktieren Sie mich gerne.

    Viele Grüße

    Joachim Hampel

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