Wanderung durch eine Heide, die keine ist

Kirche Stolpe Süd

Die Wanderung führt von Hennigsdorf nach Frohnau durch die Stolper Heide. Dass Heidelandschaft nicht immer so aussieht, wie man es sich vorstellt, erfährt man auf diesem Ausflug.

Reist man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an, so wird der Bahnsteig in Hennigsdorf nach
Süden verlassen. Die Wanderung beginnt in Richtung Osten (links). Direkt vorbei am Rathaus geht es über eine kleine Zubringerstraße bis zur Hauptstraße.

karte

 

Wanderung
St
art: S-Bhf. Hennigsdorf
Länge: 9 Kilometer
Dauer: 3 Stunden
Rückfahrt: S-Bhf. Frohnau
Auch zu dieser Wanderung kann man sich auf der Homepage des via reise verlages einen GPS-Track herunterladen. Damit lässt sich die Wegstrecke auf einem Smartphone oder einem anderen GPS-Gerät darstellen.

 

Befestiger Waldweg

Auf der Hauptstraße läuft man ein kurzes Stück nach Nordosten (links), um gleich wieder
nach Osten (rechts) in die Ruppiner Straße einzubiegen. Man überquert den Oder-Havel-Kanal
und erreicht einen großen Kreisverkehr.

Auf der anderen Seite des Kreisverkehres führt ein Weg in den Wald. Der Weg ist als Rundweg Stolper Heide markiert, und es geht schnurgerade hinein in die Stolper Heide (1).


Stolper Heide
Wer nun denkt, eine freie Heidelandschaft vor sich
zu haben, irrt. Hier handelt es sich um ein dichtes
Waldgebiet, das eingebettet zwischen Hennigsdorf,
Hohen Neuendorf, Berlin-Frohnau und Berlin-Heiligensee
liegt. Das gesamte Waldgebiet ist ein Landschaftsschutzgebiet
und befindet sich in Brandenburg,
gehört jedoch zu den Berliner Forsten. Unter
dem Begriff Heide versteht man oft Landschaften,
die einen nährstoffarmen und sauren Boden haben
und deshalb meist kieferndominierte Wälder aufweisen.


 

Der Wegmarkierung folgend, erreicht man einen befestigten Waldweg, auf dem nach wenigen Metern eine Kreuzung überquert wird. Weiter dem Rundweg Stolper Heide folgen.

An der nächsten Kreuzung mit Markierung verlässt man den Rundweg und biegt nach Süden (rechts) ab. Geradeaus würde der Weg direkt zur Autobahn führen. Nach Süden gelangt
man zur kleinen Siedlung Stolpe-Süd.

Golfplatz Stolper Heide

Der Weg entlang am Siedlungsrand erreicht bald den Berliner Mauerweg (2). Auf ihm geht es nach Osten (links) über die Autobahn A 111. Nach der Brücke geht es weiter auf dem Mauerweg und bald wird der befestigte Weg nach Nordosten (links) verlassen.

Vorbei an einer Sitzgruppe biegt man nach wenigen Metern gleich nach Osten (rechts) ab und
läuft in Richtung Frohnau. An der nächsten Kreuzung (3) wird links abgebogen und danach geht es geradewegs nach Norden.

Nach circa einem Kilometer verläuft der Weg in einer Linkskurve nach Westen, aber in der Kurve zweigt ein Weg nach Osten (rechts) ab.

Auf diesem läuft man weiter Richtung Osten. Nach wenigen Metern wandert man parallel zum Zaun des Golfplatzes Stolper Heide.

Britisches Vorbild

Auf dem Weg zwischen Golfplatz und Wald geht es bis zum asphaltierten Berliner Mauerweg (4). Auf dem Mauerweg geht es nach Süden (rechts) weiter.

Auf der linken Seite erscheint die Stadtgrenze von Berlin-Frohnau. Dieser Stadtteil Berlins wurde erst 1910 im Zuge der Gartenstadt-Bewegung angelegt.

Ziel war, jedem Bewohner den Zugang zur Natur im eigenen Garten zu gewähren. Der Landschaftsarchitekt Ludwig Lesser entwarf nach britischen Vorbildern ein Gesamtkonzept für die Siedlungsanlage, die rund um den S-Bahnhof angelegt wurde.

Auch heute noch ist Frohnau ein sehr ruhiger und grüner Teil der Großstadt, wie man im letzten Abschnitt der Wanderung erleben kann.

Verlaufen unmöglich

Der Mauerweg wird dazu an dem hohen Sendemast verlassen, der schon von Weitem ins Auge fällt. An dem Mast wendet man sich nach Osten (links)
auf den Lichtungsweg.

Dieser kurze Weg endet auf der Straße Am Eichenhain. Wieder ein kurzes Stück nach Süden (rechts) und schon geht nach Osten (links) der Sigismundkorso ab.

Ab dort ist das Verlaufen eigentlich unmöglich, denn über den Sigismundkorso erreicht man den Ludolfinger Platz, an dessen östlichem Rand der S-Bahnhof Frohnau zu sehen ist. Dort kann die Wanderung beendet oder erweitert werden.

Text & Bild: via reise verlag

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