Fünf Regeln für sicheres Fahren abseits der Pisten

Skifahren abseits der Piste

Neuschnee: Für viele Skitourengeher und Freerider ein Traum. Doch mit jedem Meter neuem Schnee steigt auch das Risiko von Lawinenabgängen, warnen Experten des Deutschen Skiverbands (DSV).

Abseits offizieller Pisten und Wege sollten Wintersportler daher genau wissen, was sie tun. Sieben wichtige Regeln für Abenteurer:

Zur richtigen Vorbereitung der Bergtour gehören laut DSV das Lesen des Lawinenlageberichts und der Wettervorhersagen. Beides lässt sich tagesaktuell online abrufen, Lageberichte für alle europäischen Wintersportorte zum Beispiel bei den European Avalanche Warning Services.

Warnstufen beachten

Die Bedeutung der Lawinenwarnstufen von eins bis fünf sollten jedem, der sich abseits der Piste bewegt, bekannt sein. Die Zahlen geben Auskunft über die Stabilität der Schneedecke und gelten europaweit. Ab Stufe drei ist nach Angaben des DSV mit erhöhter Gefahr zu rechnen. Bei dieser Warnstufe leuchten an deutschen Kassen- und Lifthäuschen gelbe Warnleuchten, in Österreich erst ab Stufe vier.

Je steiler der Hang, desto größer die Lawinengefahr: Der DSV empfiehlt, die Hangneigungen der zu begehenden oder befahrenden Route vorab mithilfe einer topografischen Karte zu schätzen.

Arme vors Gesicht

Löst sich ein Schneebrett oder eine Lawine, sollten Betroffene die Gefahrenzone so schnell wie möglich seitlich verlassen. Wem das nicht gelingt, der hält vor Stillstand der Schneemassen die Arme schützend vor das Gesicht, um sich eine Atemhöhle zu schaffen. Wer einen Lawinenrucksack trägt, löst den Airbag aus.

Zur Grundausstattung in jeden Rucksack gehören zudem Schaufel, Sonde und Lawinenverschüttetensuchgerät. Letzteres sollte während der Tour immer eingeschaltet am Körper getragen werden. Doch auch der richtige Umgang damit bei der Suche nach Vermissten ist wichtig. Der DSV rät unbedingt zur Teilnahme an Praxiskursen, wie sie vom DSV, dem Deutschen Alpenverein, Bergführern, Skischulen oder Skivereinen angeboten werden.

Text: dpa, Bild: Florian Sanktjohanser/dpa-mag

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