Niederschöneweide ist durchsaniert

Blick vom Spreeufer im winterlichen Niederschöneweide Richtugn Köpenick.

Ab sofort gilt der Ortsteil an der Spree nicht mehr offiziell als Sanierungsgebiet. Nur das ehemalige Brauereigelände und das Gelände des ehemaligen Metallhüttenwerks in Niederschöneweide werden weiter gefördert.  

Aus Sicht des Berliner Senats sind die Sanierungsziele in Niederschöneweide, dem Ortsteil an der Spree im Bezirk Treptow-Köpenick, größtenteils erreicht. Auf Vorlage des Bausenators Andreas Geisel hat der Senat deshalb nun beschlosen, die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes Niederschönweide in den überwiegenden Teilen aufzuheben. Für zwei Teilbereiche wird die Festlegung als Sanierungsgebiet jedoch bis zum Jahresende 2026 verlängert.

Soziale Infrastruktur verbessert

Senator Geisel: „In weiten Teilen des Sanierungsgebiets Niederschöneweide haben wir in den vergangenen über zwei Jahrzehnten sichtbare Verbesserungen durch Investitionen in die soziale Infrastruktur und den öffentlichen Raum erreicht. Hier können wir nun das Sanierungsverfahren beenden. Nun gilt es, auch in den noch verbleibenden Bereichen die Sanierungsziele zügig zu realisieren.“

Einige Erfolgsprojekte

Wesentliche realisierte Maßnahmen zur Erreichung der Sanierungsziele seien unter anderem der Ausbau der Grundschule Alte Feuerwache, der Neubau der Mittelpunktbibliothek Alte Feuerwache Treptow und die Schaffung eines Verwaltungsstandorts im Bürgerhaus an der Michael-Brückner-Straße gewesen. An der Britzer Straße wurde das überregional bedeutsame „Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit“ auf den historischen Flächen realisiert. Für diese Bereiche wird das Sanierungsverfahren beendet.

Zwei Blöcke bleiben sanierungsbedürftig

Um auch in den verbleibenden Gebieten die Sanierungsziele sichern zu können, erfolgt für diese Blöcke die Verlängerung des Sanierungsverfahrens um fünf Jahre. Dies gibt dem Bezirk die nötige Zeit, angefangene Planungen für ein großes Wohngebiet mit bis zu 800 Wohnungen mit attraktivem Wohnumfeld in Spreenähe tatsächlich umzusetzen.

Auf dem ehemaligen Bärenquell-Brauereigelände haben Kunst und Kultur Einzug gehalten.
Auf dem ehemaligen Bärenquell-Brauereigelände haben Kunst und Kultur Einzug gehalten.

Damit kann der sogenannte Block 6 auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Metallhüttenwerks erschlossen und auch die weitere Entwicklung des ehemaligen Brauereigeländes im Block 3 vorangebracht werden. Geplant ist für das Brauereigelände eine Nutzungsmischung aus Handel, Gewerbe, Dienstleistungen und Freizeitangeboten in den historischen Brauereigebäuden. Auf dem Gelände mit dem Namen „Revier SüdOst“ finden bereits jetzt Wochen- und Flohmärkte sowie Kunstevents statt. Die ehemalige Brauerei beherbergt außerdem den Tanzclub Griessmühle. Am Spreeufer entlang des Brauereigeländes soll im Zuge der ausstehenden Sanierungen ein öffentlicher Weg entstehen.

Text: red/sara, Bilder: Sara Klinke

1 Kommentar

  1. Guten Abend,
    Schön zu hören das dort noch saniert werden soll, aber wie Sie schon geschrieben haben das Ahornblatt unter Denkmalschutz und intakt ist Anfang der 90er ganz schnell abgerissen worden. Die Brauerei die jetzt bereits über 30 Jahre verkommt steht noch unter Denkmalschutz, ist doch wirklich nicht der Ernst. Welcher Investor soll denn dort investieren??? Oder finanziert der Senat das? Die Gebäude stehen offen die Dächer kaputt. Das ist doch ein Riesenhirngespinst!!!!

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