Holocaust-Gedenken beim Kiezspaziergang

Stolpersteine

Am 27. Januar gedenkt Deutschland den Opfern des Nationalsozialismus. Auch in Berlin finden anlässlich des Gedenktages einige Veranstaltungen statt.

„Aus der Vergangenheit lernen. Die Zukunft schützen.” Mit dieser Botschaft leitete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seine Rede zum Holocaustgedenktag im Jahr 2021 ein. Die Neuköllner Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Karin Korte macht sich diesen Ansatz zu eigen, um zum diesjährigen Holocaustgedenktag im Rahmen eines Stadtrundgangs anschaulich darzustellen, in welcher Form und mit welchem Engagement der Bezirk Neukölln sich dieser Aufgabe aktiv widmet.

Bedeutung von Stolpersteinen

Während des Spaziergangs werden unter anderem Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums zu Wort kommen und aktiv Programmpunkte innerhalb des Rundgangs übernehmen. Außerdem wird ein Abstecher zur interaktiven Ausstellungsinstallation „99 x Neukölln“ im Museum Neukölln gemacht und Roderick Miller berichtet von Verlegung und Patenschaft von Stolpersteinen. Los geht es um Uhr. Eine Anmeldung per Mail wird empfohlen. Es gilt die 2G+-Regel sowie die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Erinnerungsarbeit leisten

„Die Zeit, in der wir für die Aufklärungs- und Erinnerungsarbeit zum Holocaust überlebende Zeitzeugen haben befragen können, neigt sich ihrem Ende entgegen. Eine der letzten Überlebenden, die sich ihr Leben lang aktiv in der Aufklärungsarbeit engagiert, Margot Friedländer, feierte am 5. November 2021 Ihren 100sten Geburtstag. Daraus erwächst für uns heute eine ganz besondere Aufgabe: Die Entwicklung eines lebendigen und authentischen Vermittlungskonzeptes ohne die Unterstützung lebender Zeitzeugen.“

Text: red, Bild: IMAGO/Emmanuele Contini

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