Berlin bereitet sich auf Special Olympics vor

Sport im Park
Das Bewegungsförderungsprogramm “Sport im Park” erhält durch gezielte Schulungen der Übungsleitenden zum Thema Outdoor-Sport für mit Menschen mit Behinderungen einen neuen Schwerpunkt.

Als Einstimmung auf die Special Olympics Weltspiele 2023 in Berlin stellte Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) jetzt das Nachhaltigkeitsprogramm „Inklusion 23“ vor.

7.000 Athleten und 20.000 freiwillige Helfer aus aller Welt, neun Wettbewerbstage und 26 Sportarten – die Special Olympics Weltspiele 2023 in Berlin werden als weltweit größte inklusive Sportveranstaltung ein Sportevent der Superlative für die Sportmetropole Berlin.

Inklusive Strukturen

Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) hat jetzt das Berliner Nachhaltigkeitsprogramm „Inklusion ’23“ vorgestellt, das die Special Olympics Weltspiele 2023 in Berlin begleiten wird.

Der Senat hat unter Federführung der Sportverwaltung das Nachhaltigkeitsprogramm initiiert, um langfristig inklusive Strukturen in der Stadt zu etablieren.

Ziel ist es, Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung eine dauerhafte Teilhabe zu ermöglichen. Die Projekte werden mit insgesamt 2,7 Millionen Euro gefördert.

Inklusive Stadt

„Berlin steht mit Engagement und Herzblut hinter der Idee der Special Olympics Bewegung“, erklärte Iris Spranger bei der Vorstellung. „Mir sind die Special Olympics genauso wichtig wie die Olympischen Spiele.“

Klares Ziel sei es, Berlin zu einer inklusiven Stadt zu machen. Die Bedürfnisse von Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung müssen mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit.

Die Sportmetropole Berlin ist nicht „nur“ Schauplatz der Special Olympics Weltspiele, sie soll auch Vorreiter für ein inklusives Zusammenleben werden.

„Mit dem Nachhaltigkeitsprogramm“, so Spranger, „gehen wir einen wichtigen Schritt hin zu mehr Inklusion in unserer Stadt. Die Vorbereitungen für die Weltspiele laufen auf vollen Touren und die Sportmetropole ist bereit.“

Manager für Inklusion

Stellvertretend für alle 14 Projekte wurden die des Landessportbund Berlin e.V. (LSB), der Staatliche Museen zu Berlin und des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg GmbH vorgestellt.

So gibt es jetzt beim LSB Dank des Projektes „Inklusion durch Sport“ einen Inklusionsmanager als die zentrale, verbindende und vernetzende Stelle für Inklusion im organisierten Berliner Sport.

Er bearbeitet diesen immer größer und wichtiger werdenden Themenkomplex als Ansprechpartner.

Neue Formate

„Mit unserem Projekt ‚Ready Steady Go!‘ zu den Weltspielen 2023 möchten wir ein Signal senden: Die Museumsinsel Berlin setzt als ein Austragungsort des Kulturprogramms ein sichtbares Zeichen für Inklusion in der Gesellschaft und im Kulturbetrieb“, so Heike Kropff, Leiterin Bildung und Kommunikation bei Staatliche Museen zu Berlin.

Darüber wolle man sich in den kommenden zwei Jahren mit Akteuren der lokalen inklusiven Bildung vernetzen und neue Formate für den Museumsbetrieb entwickeln.

Jürgen Roß, Bereichsleiter Planung und Fahrgastinformation des Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH sagte zum Projekt „Olympklusion“ des VBB: „Die Öffentlichen Verkehrsmittel sind ein wichtiges Rückgrat der Gesellschaft – und dazu gehören ALLE! Deshalb spielen Bahnen und Busse im Berliner Nachhaltigkeitsprogramm „Inklusion `23“ eine ganz besondere Rolle.

Das gelte besonders zu den Special Olympics 2023, aber natürlich auch darüber hinaus im Alltag für alle Menschen, die selbstbestimmt mobil sein wollen. Der VBB werde deshalb mit einer neuen, leicht bedienbaren und verständlichen App mit einer digitalen Hilfe-Funktion seinen Beitrag für eine inklusive Gesellschaft leisten.

Die App werde die vorhandenen Informationsangebote für Mobilitätseingeschränkte und Blinde beeziehungsweise Sehbehinderte in der VBB-App „Bus & Bahn“ ergänzen.


Hintergrund

Die Special Olympics wurden 1968 in den USA von Eunice Kennedy Shriver, Schwester von John F. Kennedy, gegründet. Mittlerweile gibt es die Special Olympics in über 170 Nationen mit über 5,7 Millionen Mitgliedern. Die Athletinnen und Athleten stehen hier im Vordergrund, das Vorantreiben von Inklusion ist das übergeordnete Ziel. Gemeinsam mit dem Bund fördert das Land Berlin die Special Olympics Weltspiele Berlin 2023 mit über 70 Millionen Euro zu gleichen Teilen. Die Koalition hat die Special Olympics Weltspielen 2023 als Leuchtturmprojekt für Inklusion im Breiten- und Leistungssport im Koalitionsvertrag verankert.


Text: Redaktion, Bild: 

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