Berliner Studierende fordern kostenlose Menstruationsprodukte

Toiletten Menstruation

Diskussionen über die kostenlose Bereitstellung von Menstruationsprodukten gibt es bereits seit einigen Jahren. Studenten der Berliner Hochschulen fordern dies nun auch für die Uni-Toiletten. 

Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) fordert nun von der TU, aber auch allen anderen Berliner Hochschulen, Binden und Tampons in sämtlichen Toiletten, in den Mensen und Universitätsbibliotheken bereitzustellen.

Diese Forderung bezieht sich nicht nur auf Damen- sondern auch auf Herrentoiletten. „Viele Frauen, trans*-, inter*- und/oder nicht-binäre Menschen sind auf Menstruationsprodukte wie Tampons und/oder Binden angewiesen. Für die Menstruation werden laut einer britischen Umfrage durchschnittlich 20.700 Euro im Leben ausgegeben“, heißt es in einer entsprechenden Erklärung des Asta.

Lange überfällig

Eine Bereitstellung auf sämtlichen Toiletten sei „notwendig, um allen Menschen, die auf Menstruationsprodukte angewiesen sind, diese barrierearm und ohne Gefahr eines nicht selbstbestimmten Outings, zugänglich zu machen.“

Die Berliner Hochschulen, Universitätsbibliotheken und das Studierendenwerk Berlin sind aufgefordert, diesen Schritt mit sofortiger Wirkung umzusetzen und allen menstruierenden Personen kostenlose Menstruationsprodukte zur Verfügung zu stellen. Neben den Hochschulen soll das Konzept auch in allen öffentlichen Einrichtungen sowie auf allen öffentlichen Toiletten umgesetzt werden, so die Forderung. „Hierzu ist der Senat sowohl durch das Grundgesetz, die Berliner Landesverfassung, das LADG und den neuen Koalitionsvertrag verpflichtet“, so der Asta.

Text: kr/red, Bild: IMAGO/Fotostand

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