Schwedische Künstler betrachten den Bezirk

Tucholla

Die schwedischen Künstler Marit Lindberg und Johan Suneson sind noch bis Ende Januar 2022 zu Gast in den Lichtenberg Studios. Am 26. Januar stellen beide auf einem Spaziergang ihre künstlerische Arbeit und ihre Projekte in Lichtenberg vor. Treffpunkt ist um 19 Uhr am Eingang zum Museum Lichtenberg in der Türrschmidtstraße 24. Der Vortrag ist in englischer Sprache. Der Eintritt ist frei.

Marit Lindberg erschafft und untersucht in Videos und Performances soziale Situationen, die oft mit besonderen Orten oder politischen Ereignissen verbunden sind. In Lichtenberg beschäftigen die Künstlerin die Folgen der Pandemie, denen sie auf ihren Wanderungen durch den Bezirk nachspürt. Dabei möchte sie das Drinnen mit dem Draußen verbinden.

Johan Suneson zeigt mit seinen Zeichnungen, Malereien und Skulpturen handgemachte visuelle Geschichten. Ihn interessiert die Historie Lichtenbergs – die Spuren der Vergangenheit, die noch übrig gebliebenen Brachen und Freiflächen.

Residenzprogramm in der Victoriastadt

In der Atelier-Wohnung der Lichtenberg Studios können Künstler im Bezirk Lichtenberg bis zu einem Monat leben, arbeiten und die Stadt mit ihrer Kunstszene kennenlernen. Weitere Informationen zu dem Residenzprogramm gibt es unter www.lichtenberg-studios.de.

Die Lichtenberg Studios sind ein Projekt von Intervention Berlin e. V. in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kunst und Kultur des Bezirksamtes Lichtenberg.

Seit 2006 befinden sich im Obergeschoss des gründerzeitlichen Stadthauses in der Victoriastadt, unmittelbar am historischen Tuchollaplatz, die Lichtenberg Studios als internationales Künstlerresidenzprogramm. Von 2006 bis 2007 betreute das Arts Council England North East in Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturamt Lichtenberg Künstleraufenthalte. Unter anderem arbeiteten dort Zuzana Lola Hruskova, Claire Davis, Cathryn Jiggens, Gregory Maas und Kim Kim. Bis 2010 nutzte der Mulitmediakünstler Francis Gomila die Residenz für vielfältige Projekte, nicht nur in Lichtenberg.

Seit 2011 haben die Lichtenberg Studios die Räume übernommen und bieten internationalen Künstlern die Möglichkeit, hier zu leben, zu arbeiten und Eindrücke von Berlin und seinen Kunstszenen zu sammeln. Bei einer Aufenthaltsdauer von maximal einem Monat  bleibt für dafür genügend Zeit. Das Projekt richtet sich an bildende und darstellende KünstlerInnen, SchriftstellerInnen, ArchitektInnen und andere am Stadtraum interessierte Personen.

Die Auswahl der Gäste erfolgt nach verschiedenen Gesichtspunkten, etwa der Befähigung mit der Aufgabenstellung, Interventionen im öffentlichen Raum, professionell umgehen zu können – was Offenheit, Toleranz und Diskussionsfreude beinhaltet – oder konkrete Projekte, etwa zur Recherche.

Rahmenbedingungen

Die Lichtenberg Studios bieten den ResidentInnen freie Unterkunft und einen Arbeitsraum. Eine weitere finanzielle Unterstützung ist zurzeit leider nicht möglich. Die finanzielle Ausstattung wird sich im Laufe des Jahres hoffentlich verbessern. Immerhin können geringe Beträge als Zuschuss für Realisierungskosten bereitgestellt sowie gegebenenfalls die Herstellung einer kleinen Broschüre mit den Arbeitsergebnissen finanziert werden.

Interessenten können sich formlos unter info@lichtenberg-studios.de melden. Eine Bewerbungsfrist gibt es momentan nicht, die Belegung erfolgt auch kurzfristig.

Die Lichtenberg Studios sind ein Projekt von Intervention Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kunst und Kultur des Bezirksamtes Lichtenberg.

Text: red, Bild: Imago/ Jürgen Ritter

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