Corona-Zahlen überfordern Marzahn-Hellersdorfer Datenbank

Robby
 

Am 13. Januar  konnte die IT-Fachabteilung des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf nach intensiven Bemühungen endlich eine dreitägige Störung zur Übermittlung der Corona-Fallzahlen an das Robert-Koch-Institut (RKI) beheben. Grund für die Störung: Die Datenbank war mit der Zahlenmenge überfordert.

Das zu Beginn der Pandemie gewählte und nach damaligem Stand großzügig bemessene System hatte durch die stark steigenden Fallzahlen und damit auch exponentiell anwachsenden Datenbestände das bestehende Limit erreicht. Nichts ging mehr – die Meldungen aus dem Süd-Ost-Bezirk fielen seit dem vergangenen Montag aus.

Für den heutigen Freitag wies der Senatsbericht zu den Corona-Zahlen noch immer die 7-Tage Inzidenz vom 7. Januar mit einem Wert von 141,9 aus. Viele andere Bezirken geben inzwischen schon aktuelle Werte von über 1.000 Punkte an.

Datenbank vergrößert

Um in Zukunft weitere Engpässe zu vermeiden hat das Bezirksamt nun den gesamten Datenbestand in Abstimmung  mit dem RKI inzwischen auf ein größeres System umgezogen.

Aufgrund des Datenbankausfalls konnten im Lauf der vergangenen Woche insgesamt rund 6.000 Fälle aus dem Bezirk nicht unmittelbar eingepflegt werden. Das Team der bezirklichen Kontaktnachverfolgung arbeite aktuell mit Hochdruck daran, diese Fälle schnellstmöglich nachzubearbeiten und wird dies auch mit einem zusätzlichen Wochenendeinsatz zu verbinden, teilt das Marzahn-Hellersdorfer Bezirksamt mit.

Es sei zu erwarten, dass der  Inzidenzwert infolge der nachgereichten Bearbeitung in den kommenden Tagen sprunghaft ansteige.

Text: red/ylla Bild: IMAGO / Zoonar

5 Kommentare

  1. Ich muss mich doch arg wundern. Habe selbst die Erfahrung gemacht, dass mir das Gesundheitsamt gesagt hat, dass man sich selbst auf der Homepage als Infizierter registrieren muss. Alleine das ist doch ein Witz, denn es wird längst nicht von allen positiv getesteten Mitmenschen gemacht. Viele können es garnicht und manche wollen es nicht. Wie sollen denn da Zahlen stimmen.

  2. Deutschland im Jahr 2022 – zu wenig Speicherkapazität. Manchmal hat man den Eindruck das Staaten wie Somalia, Tschad oder Mozambique uns in Sachen Digitalisierung meilenweit voraus sind.

  3. Ich danke auch, denn nur durch n-tv hat man mitbekommen, dass hier was nicht stimmen kann und durch Google bin ich dann auf den Artikel gestoßen. Schon interessant, dass selbst die Technik mit diesen Zahlen überfordert ist. Ich hoffe mal, dass nicht das gleiche mit der Infrastruktur passiert, wenn die Zahlen so wie in Frankreich steigen wird. Wartens wir ab und hoffen mal das beste…

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