1.800 Isomatten an die Kältehilfe gespendet

Kältehilfe

Die Nächte werden gerade immer kälter. Das spüren auch Berlins Obdachlose. Das Bezirksamt Neukölln hat jetzt Isomatten an die Berliner Kältehilfe gespendet.

Neuköllns Sozialstadtrat Falko Liecke hat 1.800 Isomatten an die Berliner Stadtmission übergeben, um damit den Berliner Kältebus und die Kältehilfe zu unterstützen. Weitere 200 Isomatten erhält die Neuköllner Tee- und Wärmestube des Diakoniewerks Simeon. „Unsere Kältebusteams versuchen jede Nacht, obdachlose Menschen davon zu überzeugen, in einer Notunterkunft zu übernachten. Wenn uns das nicht gelingt und die Menschen lieber auf der Straße übernachten wollen, dann helfen diese Isomatten zusammen mit Schlafsäcken, Leben zu retten“, sagt Stadtmissionsdirektor Christian Ceconi.

Kältehilfe braucht Unterstützung

Liecke hatte den Kältebus der Stadtmission Ende November begleitet, um sich selbst ein Bild von der Arbeit der Einrichtung zu machen. Dabei habe er den großen Bedarf an Isomatten, Schlafsäcken und anderen Dingen gesehen, erzählt er.

„Jede Nacht werden dutzende davon ausgegeben. Es war mir wichtig, dass der Bezirk das ihm mögliche tut, um dabei zu unterstützen. Zwar sind wir der einzige Bezirk, der den Kältebus regelmäßig auch finanziell fördert, aber das reicht natürlich nicht aus. Jeder in dieser Stadt kann sehen, dass die Kältehilfe aus dem letzten Loch pfeift“, so Liecke weiter.

Jeder kann helfen

Er wolle nun Druck machen, dass der Senat mehr Finanzmittel für die Kältehilfe bereitstellt. Dass die Einrichtung nach wie vor zu wenig Corona-Selbsttests erhalte, sei eine „Schande“. „Auf dem Weg zum eigenen Wohnraum brauchen wir echte Obdachlosenzentren in der Stadt. Wo hilfesuchende Menschen nicht nur für eine warme Suppe und ein Bett willkommen sind, sondern rund um die Uhr Unterstützung erhalten. Das ist die eigentliche politische Aufgabe, die wir in dieser Stadt angehen müssen. Aber auch jeder Einzelne kann helfen. Mit Sachspenden, Geldspenden oder ehrenamtlicher Mitarbeit in den Einrichtungen.”

Text: red/kr, Bild: IMAGO / Rolf Zöllner

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