Gehrenseehöfe brauchen einen Namen

Die Ruinen der ehemaligen Vertragsarbeiterheime an der Hohenschönhausener Hauptstraße werden in den kommenden Jahren abgerissen und müssen dem größten und wichtigsten Lichtenberger Bauvorhaben weichen. Ein griffiger und logischer Name wird für das Quartier gesucht, das bis zum Jahr 2026 fertig gestellt werden soll.

In den nächsten vier bis fünf Jahren wird hier ein neues Hof- und Hochhausquartier mit mehr als 1.000 Wohnungen, einer Grundschule, zwei Kitas und Platz für Shopping und Freizeit entstehen.

Zwei Baugesellschaften und ein Quartier

Die Belle Époque Quartier Gehrenseestraße GmbH und die HOWOGE  Wohnungsbaugesellschaft mbH rufen jetzt die Nachbarschaft auf, Anregungen für den neuen Quartiersnamen zu benennen. “Das Quartier braucht einen Namen, ein Gesicht, eine Schokoladenseite für Alt-Hohenschönhausen, Visionen und Zeitgeist”, heißt es in dem Aufruf zur Namenssuche, zu der keine amtliche Benennung, sondern eine passende Identität, ein Name oder sogar eine Marke gefunden werden sollte.

Nachhaltige Einbindung geplant

Das Quartier selbst soll über einen großen Fußgängerüberweg mit neuer mittiger Straßenbahnhaltestelle mit der Alten Dorflinse, dem Schloss Hohenschönhausen, der Taborkirche und dem Storchenseecenter verbunden werden.

Der Bau wird nachhaltig, CO2-sparend und ressourcenschonend gestaltet: Es soll Solar- und Gründächer geben, unterschiedliche Grünzonen sowie Regen- und Grauwassernutzung sind vorgesehen. Für die Energiegewinnung sind moderne Technologien und Solardächer geplant. Sogar Dachwindanlagen sollen auf die höchsten Quartierdächern gestellt werden.

Namensfindungen könnten sich an städtebaulichen Figuren orientierten. Namen wie „Höfe”, “Carrés” oder “Tore” wären möglich. Abkürzungen, Modernismen oder Kunstnamen könnten genauso in Frage kommen wie Himmelsrichtungen oder mögliche Geschichtsbezüge oder frühere Nutzungen im Gebiet.

Die Anregungen können formlos per E-Mail oder per Post an die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH unter dem Kennwort „Namensgebung”, Möllendorffstraße 2, 10367 Berlin bis zum 31. Januar 2022 gesendet werden.

namensgebung@howoge.de

Eine Jury aus Vertretern beider Bauherren, des Bezirks Lichtenberg und der Nachbarschaft trifft im I. Quartal 2022 eine Auswahl und entscheidet nach Kriterien wie Prägnanz, Originalität, Dauerhaftigkeit, Geschichte(n), Bilder, Assoziationen, Stimmungen, Erinnerungen, Werte.

Text: Red/ylla, Bilder: HOWOGE

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