Steglitz-Zehlendorf: Das sind die Kandidaten fürs neue Bezirksamt

Im Rathaus Zehlendorf könnte bald eine grüne Bürgermeisterin das Sagen haben.
Im Rathaus Zehlendorf werden die Karten neu gemischt.

Maren Schellenberg (Grüne) soll am 8. Dezember zur neuen Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf gewählt werden. Auch die anderen Stadtrats-Kandidaten stehen fest.

In der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Steglitz-Zehlendorf gibt künftig eine Zählgemeinschaft von Grünen, SPD und FDP den Ton an. Die entsprechende Vereinbarung der Ampel-Parteien steht kurz vor dem Abschluss, verlautete aus Kreisen der Zählgemeinschaft.

Zeitenwende in Steglitz-Zehlendorf

Klar ist bereits, dass die Bündnispartner die bisherige Immobilien-, Umwelt- und Tiefbaustadträtin Maren Schellenberg am 8. Dezember in der BVV zur neuen Bezirksbürgernmeisterin wählen wollen. In der bisherigen CDU-Hochburg wäre die 59-Jährige die erste Grünen-Politikerin auf diesem Posten. Laut dem bisherigen Zuschnitt wäre sie für Finanzen, Personal, Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung zuständig

Laut dem gängigen Parteienproporz entfallen im künftigen Bezirksamt je zwei Stadtratsposten auf CDU, Grüne und SPD. Neben Schellenberg schicken die Grünen Urban Aykal ins Rennen. Der 47-Jährige war bei der BVV-Wahl im September als Stadratskandidat für “Verkehrswende, Klimaschutz und nachhaltige Stadtplanung” angetreten.

Richter-Kotowski macht weiter

Die bisherige Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski wurde von der CDU für den Bildungsbereich nominiert. Dieser war bereits bis 2016 ihre Domäne. Der CDU-Bezirksverordnete Tim Richter soll den Bereich Soziales und Bürgerdienste übernehmen.

Maren Schellenberg. Stadträtin. Steglitz-Zehlendorf
Stadträtin Maren Schellenberg wechselt in den Chefinnensessel. Bild: Uwe Steinert

Die bisherigen SPD-Stadträte Carolina Böhm und Michael Karnetzki sollen auch dem neuen Bezirksamt angehören. Böhm behält demnach den Bereich Jugend und Gesundheit. Karnetzki war bislang für Ordnung, Nahverkehr und Bürgerdienste zuständig.

Mehr Bürgerbeteiligung

In der Bezirkspolitik soll es künftig ein anderes Miteinander geben, so SPD-Kreischef  Ruppert Stüwe über das geplante Ampelbündnis. Als Zählgemeinschaft „wollen wir eine neue bürgerschaftliche Kultur der Zusammenarbeit entwickeln, die von Transparenz und Beteiligung geprägt ist“, betont er laut einem Zeitungsbericht.

In den Verhandlungen gehe es unter anderem um Verkehrswende, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit, verlautete aus den Reihen der Grünen.

Wahlsieger verliert Chefposten

Bei der Bezirkswahl am 26. September war die CDU mit 27,2 Prozent erneut stärkste Kraft in Steglitz-Zehlendorf geworden, büßte allerdings 1,2 Prozent ein. Die Grünen verbesserten sich um 2,7 Prozentpunkte und erreichten 22,4 Prozent. Platz drei geht an die SPD, sie fiel um 0,8 Prozent auf 21,7 Prozent zurück. Die FDP erreichte 9,5 Prozent (minus 0,4 Prozent).

Neben Steglitz-Zehlendorf ist auch in Reinickendorf künftig ein Ampelbündnis die dominierende politische Kraft. Dadurch stellt die CDU in Kürze keinen einzigen Bezirksbürgermeister mehr.

Text: Nils Michaelis, Bild: IMAGO/Schöning

 

 

 

 

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