Wedding: Kritik am Standort des neuen Drogenkonsumraums

Berlin Drogenkonsumraum

Die Entscheidung, einen zweiten Drogenkonsumraum in Mitte im Afrikanischen Viertel zu eröffnen, sorgt weiter für Diskussionen.

Im August hatte das Bezirksamt bekanntgegeben, einen neuen Drogenkonsumraum unweit des Leopoldplatzes an der Müllerstraße eröffnen zu wollen. Durch die „Mühlenstube“ soll unter anderem die Moabiter „Birkenstube“ entlastet werden – bisher Mittes einzige Anlaufstelle für Drogensüchtige, die in geschütztem Raum konsumieren wollen. Kurz nach der Bekanntmachung formierte sich erster Widerstand, auch in Form einer Online-Petition, die sich gegen die Müllerstraße/Ecke Transvaalstraße für den Druckraum ausspricht.

„Entscheidung zurücknehmen“

„Für die Stadt Berlin würde die Verlagerung der Drogenszene vom Leopoldplatz in das Afrikanische/ Parkviertel keine Auflösung des bestehenden Brennpunkts bedeuten, sondern eine Verdopplung der Problemlage im Wedding“, heißt es darin unter anderem. Unterstützung erhalten die Kritiker nun von der CDU-Fraktion, die in er der vergangenen Bezirksverordnetenversammlung gefordert hat, die Entscheidung für den Druckraum im Afrikanischen Viertel zurückzunehmen und dadurch eine Ausweitung der Drogenszene vom Leo zu verhindern. „Skepsis, Kritik, Ängste der Anwohner werden ignoriert – die Entscheidung zum Drogenkonsumraum im Afrikanischen Viertel in direkter Nachbarschaft zu Kitas, Schulen muss zurückgenommen werden“, forderte die CDU-Fraktion anschließend auch bei Twitter.

Ausweichort: Leopoldplatz?

Stattdessen soll der Konsumraum direkt am Leo entstehen, um die Drogenszene dort direkt anzusprechen. Das ist auch das Anliegen der Petition-Initiatoren: „Deshalb sollte, wie ursprünglich vom Bezirksamt Mitte geplant, nach Räumlichkeiten am Brennpunkt Leopoldplatz gesucht werden, wo eine ähnliche Einrichtung in den vergangenen Jahren erfolgreich betrieben wurde, deren Mietvertrag nun nicht verlängert wird.“ Am Leo gibt es seit Jahren zwar einen Anlaufpunkt des Vereins Fixpunkt, Platz für einen Drogenkonsumraum wurde hier aber bislang nicht geschaffen.

Text: kr, Bild: IMAGO/Christian Ditsch

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