Steglitz-Zehlendorf: Signal für Ampelbündnis

Im Rathaus Zehlendorf könnte bald eine grüne Bürgermeisterin das Sagen haben.
Im Rathaus Zehlendorf werden die Karten neu gemischt.

Nach Reinickendorf könnte die CDU auch den Bürgermeisterposten in Steglitz-Zehlendorf verlieren. Am Freitag begannen Gespräche zwischen Grünen, SPD und FDP.

Baustadträtin Maren Schellenberg (Grüne) könnte auf Cerstin Richter-Kotowski (CDU) als Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf folgen. In dem Südwestbezirk, wie auch in Reinickendorf,  stehen die Zeichen auf eine Ampelkoalition. Am Freitag nahmen Grüne, SPD und FDP Gespräche zur Bildung einer Zählgemeinschaft in der Bezirksverordnetenversammlung auf. Darüber berichten „Berliner Zeitung“ und „Tagesspiegel“.

In den vergangenen 15 Jahren stellte stets die CDU, gestützt auf eine Zählgemeinschaft mit den Grünen, den Chef oder die Chefin im Bezirksamt. 

Keine Gemeinsamkeiten

Er glaube. dass sich die schwarz-grünen Gemeinsamkeiten aufgebraucht haben, sagte SPD-Kreischef Ruppert Stüwe der „Berliner Zeitung“. In diesem Wissen habe seine Partei früh den Kontakt zu den Grünen gesucht. Nun gehe man gemeinsam auf die FDP zu. „Die FDP ist Teil des Wechsels“, so Stüwe. Denkbar sei auch noch, dass man die Linke im Bezirk für „eine kleine Art von Unterstützung“ der Ampel gewinnen könnte.

Die CDU Steglitz-Zehlendorf hat sich seit der Bezirkswahl am 26. September noch nicht zu ihren Plänen für ein neues Bündnis im Bezirk geäußert.  

Grüne legen zu

Am Wahltag war die CDU mit 27,2 Prozent erneut stärkste Kraft geworden, büßte allerdings 1,2 Prozent ein. Die Grünen verbesserten sich um 2,7 Prozentpunkte und erreichten 22,4 Prozent. Platz drei geht an die SPD, sie fiel um 0,8 Prozent auf 21,7 Prozent zurück. Die FDP erreichte 9,5 Prozent (minus 0,4 Prozent).

Text: Nils Michaelis, Bild: IMAGO/Schöning

 

 

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