Schöneberg: Deutscher Pflegepreis für Seniorenzentrum

Die stolzen Gewinner
Das Team des Immanuel Seniorenzentrums Schöneberg freut sich über die Auszeichnung (von links nach rechts): Niels Orsinger, Wohnbereichsleitung, Zeynep Buday, Pflegekraft, Ralf Schäfer, Einrichtungsleiter, Herbert Blum, Geschäftsführer der Trägergesellschaft Immanuel-Miteinander Leben, und Elisabeth Scharfenberg, Vorständin der Korian Stiftung.

Das Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg wurde mit dem Deutschen Pflegepreis in der Kategorie Vielfalt und Respekt.

Am 14. Oktober wurde erstmals der Korian Stiftungsaward für Vielfalt und Respekt in der Pflege verliehen: Das Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg erhielt die Auszeichnung für sein Engagement für LSBTI*-kultursensible Pflege.

Der Preis wurde auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin als Deutscher Pflegepreis in der Kategorie Vielfalt und Respekt vergeben. Der Deutsche Pflegepreis ist die höchste Auszeichnung der Pflege und würdigt wegweisende Projekte und inspirierende Personen aus der Pflege.

Deutliches Zeichen

„Ich bin begeistert, dass das Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg den Korian Stiftungsaward für Vielfalt und Respekt in der Pflege erhält“, erklärte Herbert Blum, Geschäftsführer der Immanuel-Miteinander Leben GmbH, Trägerin des Immanuel Seniorenzentrums Schöneberg.

Als Einrichtung in freikirchlicher Trägerschaft setze man damit ein deutliches Zeichen. Den Mitarbeitenden des Seniorenzentrum Schöneberg sei er sehr dankbar, dass über Vielfalt und Respekt nicht nur geredet wird, sondern dass sie gelebt werden, äußerte sich Blum am Rande der Veranstaltung.

Tägliche Pflegearbeit

Mit dem Preis will die Korian Stiftung für Pflege und würdevolles Altern das Thema Vielfalt in den Mittelpunkt rücken und die Pflegebranche, Institutionen und Unternehmen zur diversitätssensiblen Pflege in der täglichen Pflegearbeit ermutigen.

„Wir leben in einer diversen Gesellschaft, jedoch spiegelt sich diese Lebensrealität nicht immer und überall in der täglichen Arbeit, im Miteinander wider“, erklärte Elisabeth Scharfenberg, Vorständin der Korian Stiftung, in ihrer Laudatio.

Preisgeld wird investiert

Lesben, Schwule, bisexuelle, transsexuelle und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI*) würden noch zu oft Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt erleben, so Scharfenberg. „Umso wichtiger sind diskriminierungsfreie Orte, umso wichtiger sind Orte der Akzeptanz, gerade im Alter und bei Pflegebedürftigkeit.“

Neben der Trophäe gab es ein Preisgeld von 2.000 Euro, das die Immanuel-Miteinander Leben GmbH in Diversity-Fortbildungen ihrer Mitarbeitenden in ihren weiteren Einrichtungen in der Pflege, Sucht- und Behindertenhilfe investieren möchte.

Über die Korian-Stiftung

Die 2020 gegründete gemeinnützige Korian Stiftung für Pflege und würdevolles Altern hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung der Altenpflege und des Gesundheitswesens zu fördern, ebenso wie Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Pflege und Medizin.

Im Fokus stehen dabei Pflegekräfte, für die Angebote entwickelt werden, die ihre körperliche wie mentale Gesundheit stärken. Auf diese Weise werden auch Pflegebedürftige mitbedacht. Würde, Anerkennung und Respekt für alle Seiten – das ist das ganzheitliche Motto der Stiftung.

Enge Zusammenarbeit

Das Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg bietet vollstationäre Pflege und ist eine Einrichtung der Immanuel-Miteinander Leben GmbH, einer Gesellschaft der Immanuel Albertinen Diakonie.

Die enge Zusammenarbeit mit Angehörigen und Wahlfamilien, der Erhalt von Selbstpflegekompetenzen sowie die Selbstbestimmung der ihnen Anvertrauten sind wichtige Anliegen.

Sie dienen dem Erhalt der individuellen Gewohnheiten der Bewohnenden. Als bundesweit erste Pflegeeinrichtung erhielt die Einrichtung im November 2018 das Qualitätssiegel „Lebensort Vielfalt“ für LSBTI*-sensible Pflege.
 
 Text: Redaktion, Bild: Jan Pauls/Deutscher Pflegetag

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