Müggelheim: Faulbrut bedroht Bienenvölker

Bienen von Faulbrut bedroht

Bei mehreren Bienenvölkern eines Bestandes im Köpenicker Ortsteil Müggelheim ist die Bienenseuche Amerikanische Faulbrut nachgewiesen worden. 

Bei mehreren Bienenvölkern eines Bestandes in Müggelheim ist die Amerikanische Faulbrut nachgewiesen worden. Die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht des Ordnungsamtes hat entsprechende Maßnahmen eingeleitet und eine tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung erlassen.

Rund um den Standort des betroffenen Bestandes wurde ein Sperrbezirk mit einem Radius von zwei Kilometern eingerichtet. Aus ihm dürfen weder Bienen heraus- noch hinein verbracht werden.

Haltung jetzt anzeigen

Weitergehende behördliche Maßnahmen sind der amtlichen Bekanntmachung der Allgemeinverfügung zu entnehmen. Die Veterinäraufsicht des bezirklichen Ordnungsamtes steht mit den im Bezirk gemeldeten Bienenhalter in Kontakt.

Imker, die die Haltung ihrer Bienenvölker (nach §1a Bienenseuchenverordnung) bisher nicht dort angezeigt haben, werden dringend aufgefordert, dies unverzüglich nachzuholen. Bienenhalter, deren Standort innerhalb des definierten Sperrbezirks liegen, haben dies bis zum 29.Oktober zu tun.

Meldepflichtige Seuche

Die Amerikanische Faulbrut ist eine meldepflichtige Bienenseuche, die weltweit verbreitet ist. Der Erreger verbreitet sich vorrangig über Sporen, die durch Räuberei oder Verflug von einem Bienenvolk zum nächsten gelangen, kann aber auch durch kontaminierte Ausrüstung oder Futter in den Bienenstock gelangen.

Für erwachsenen Bienen stellt die Krankheit keine unmittelbare Gefahr dar, befallen wird ausschließlich die Brut. Ein starker Befall kann aufgrund des fehlenden Nachwuchses dennoch das Sterben des gesamten Volkes zur Folge haben.

Auch für Menschen ist der Erreger ungefährlich. Honig und andere Bienenerzeugnisse können weiterhin bedenkenlos verzehrt werden.

Bei weiteren Fragen stehtder Fachbereich Veterinär- und Lebensmittelaufsicht des Ordnungsamtes Treptow-Köpenick über die Telefonnummer (030) 90297 4811 oder per E-Mail unter vetleb@ba-tk.berlin.de zur Verfügung.

Text: Redaktion/Bezirksamt, Bild: imago/Agencia EFE

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