Wedding: Dem Parkcafé Rehberge soll neues Leben eingehaucht werden

Parkcafe Rehberge

Bezirksamt hat bereits Interessenbekundungsverfahren eingeleitet. Verwahrlostes Gebäude soll künftig wieder zum Treffpunkt für Nachbarn werden.

Daran hätten die wenigsten im Wedding noch geglaubt: Das seit Jahren leerstehende Parkcafé im Volkspark Rehberge soll nun tatsächlich mit neuem Leben gefüllt werden. Das teilt das Bezirksamt mit, das bereits ein zweistufiges Interessenbekundungsverfahren (IBV) in die Wege geleitet hat. Ziel dabei sei es, „das verwahrloste Gebäude wieder in einen Treffpunkt mitten im Volkspark zu verwandeln sowie die Aufenthaltsqualität insgesamt zu steigern“. Es ist beabsichtigt, das Grundstück und sein Gebäude für 30 Jahre zu verpachten und einen Erbbaupachtvertrag über 30 Jahre abzuschließen. Eine Pacht oder ein Erbbauzins soll auf einen symbolischen Betrag von einem Euro reduziert werden, sofern keine öffentlichen Mittel zur Sanierung des Gebäudes zur Verfügung gestellt oder akquiriert werden können.

„Freundliche Zukunft“ für das Parkcafé

Überlegungen, das seit 2014 ungenutzte Gebäude zu sanieren und neu zu vermieten, gibt es seit Jahren. Bislang scheiterten Wiederbelebungsversuche jedoch an den, laut Bezirksamt, hohen Sanierungskosten. Rund 375.000 Euro müssten laut einem Gutachten dafür aufgebracht werden. In Zukunft soll das Parkcafé in bester Lage in der Rehberge wieder zu einem Treffpunkt für Nachbarn und Weddinger werden. In der ersten Phase des IBV gilt es nun, ein Konzept für die Sanierung, den Unterhalt und den Betrieb des Gebäudes zu erarbeiten.

Im Anschluss, bis spätestens April 2022, werden die „grundsätzlich geeigneten Personen, Organisationen oder Unternehmen aufgefordert, verbindliche Finanzierungszusagen abzugeben“, kündigt Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel an. „Nach Jahren des Leerstands und bedauerlicherweise auch des damit einhergehenden Verfalls dieses einst nicht nur im Wedding geschätzten Cafés wünsche ich mir sehr, dass es gelingen wird, dem Gebäude und damit dem gesamten Umfeld den Weg in eine wieder freundlichere Zukunft zu ebnen. Ich bin zuversichtlich, dass wir ein geeignetes Konzept erhalten werden“, erklärt der Grünen-Politiker noch.

Text: kr, Bild: IMAGO/Jürgen Ritter

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