Musikband City hört auf

Die Band City plant ihre Abschiedstournee
Manfred Hennig, Fritz Puppel, Toni Krahl und Georgi Gogow (von links).

Im kommenden Jahr geben die vier Musiker der erfolgreichen Band City ihre Abschiedstournee. Dann feiert City außerdem sein 50. Jubiläum. 

Im kommenden Jahr wird die erfolgreiche Band City („Am Fenster“) 50 Jahre alt. Mit ihren kritischen Texten schafften es die Musiker nicht nur in der DDR in die Hitparaden. Nun hat City das Ende angekündigt. Die Abschlusstour im nächsten Jahr soll gleichzeitig eine riesige Geburtstagsfeier zum 50. Jubiläum werden. Dann verlassen Toni Krahl (71), Fritz Puppel (76), Georgi Gogow (73) und Manfred Hennig (69) für immer die Bühne.

Band hat Versprechen gehalten

Mit diesem Weg haben sie ihr Versprechen eingehalten, dass sie ihrem Schlagzeuger Klaus Selmke vor einem Jahr gaben, als der an den Folgen einer schweren Krebserkrankung starb. Er hatte die Gruppe 1972 mit dem Gitarristen Puppel in Ost-Berlin gegründet: Die City Rock Band, wie sie zunächst hieß, sang anfangs Songs von Santana, den Rolling Stones und Jimi Hendrix nach. Auch weil ihnen die englische Sprache nicht lag, stiegen die Musiker schnell auf Deutsch um. „Wir wollen versuchen aufzuhören, wenn es am schönsten ist“, sagte Gitarrist Fritz Puppel auf einer Pressekonferenz im Kesselhaus der Kulturbrauerei. „Seht uns doch auf der Bühne an. Wir müssen schon Tabletten nehmen und dann geht es mit uns ab ins Heim“, wird Toni Krahl im Berliner Kurier zitiert.

City kündigt große Abschiedstournee an

Das Jubiläumsjahr feiern die Musiker mit der Veröffentlichung eines Doppel-Albums mit neuen Songs, einer Fernseh-Dokumentation, einem Buch und vielen Konzerten. Zunächst soll es mit den DDR-Größen Silly und dem Ex-Sänger der Puhdys, Dieter „Maschine“ Birr, auf „Rocklegenden“-Tour gehen. Am 23. Juli 2022 wollen City dann gemeinsam mit den Berliner Symphonikern in der Berliner Wuhlheide spielen. Der aller letzte Auftritt ist für den 30. Dezember 2022 in der Mercedes-Benz Arena geplant.

Text: red, Bild: IMAGO / Future Image