Berlin soll zur Fahrradstadt werden

Fahrradstadt Berlin

Senat plant neue Radwege und Ausbau der Radschnellverbindungen. Das Radwegenetz soll dann 3.000 Kilometer umfassen.

Ein neuer Radverkehrsplan, der in dieser Woche im Senat behandelt wurde, soll Berlin „zur Fahrradstadt auf einem bundesweit bisher einzigartigen Qualitätsniveau“ machen. So lautet zumindest die Vorstellung von Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne). Der neue Radverkehrsplan (RVP) baut auf dem Mobilitätsgesetz und dem Stadtentwicklungsplan Mobilität und Verkehr auf und ersetzt die Berliner Radverkehrsstrategie aus dem Jahr 2013. Vor allem soll in den kommenden Jahren die Radverkehrsinfrastruktur gestärkt und ausgebaut werden. „Der Radverkehrsplan ist mit seinen Festlegungen auf hohe Standards und ein dichtes Netz eine wichtige Voraussetzung, um den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur systematisch voranzutreiben und in Berlin eine stringente Fahrradinfrastruktur aufzubauen“, sagt Günther.

3.000 Kilometer Radwege

Die vorhandenen Radwege sollen demnach verbreitert werden (2,50 Meter) und neue Radwege hinzukommen. Ebenfalls hinzu kommen die geplanten Radschnellverbindungen, die nach aktuellen Planungen auf einer Länge von insgesamt 100 Kilometern Radler schnell durch die Stadt bringen sollen. Für diese Schnellverbindungen sind drei Meter breite Radwege vorgesehen. Auch das System der bisher sieben Radfernwege und des Mauerwegs als Rad- und Wanderweg gehört zur Radinfrastruktur in Berlin.

Die soll sich in Zukunft auf knapp 3.000 Kilometern Gesamtlänge ausweiten – doppelt so viel wie bislang geplant. „Bei der Erarbeitung des Radverkehrsplans und des Radverkehrsnetzes Berlin wurden alle zwölf Berliner Bezirke sowie eine Vielzahl von Expertinnen und Experten beteiligt, etwa aus dem Bereich der Fahrradinitiativen, des FahrRats, der Umweltverbände und der Verkehrssicherheitsarbeit, unter anderem im Rahmen von thematischen Workshops und Arbeitsgruppentreffen“, heißt es vom Senat. Kritik kam seitens der CDU, die die Außenbezirke bei den Planungen zum Ausbau des Radwegenetzes im Nachteil sieht.

Datum: 10. September 2021, Text: kr/red, Bild: IMAGO/A. Friedrichs