Zoo Berlin bekommt rettende Finanzspritze

Zoo Berlin Pleite

Dem Zoo droht wegen der Corona-Einbußen die Pleite. Jetzt will das Land Berlin die Institution mit 16,5 Millionen Euro unterstützen.

Monatelange Schließzeiten und ausbleibende Besucher haben dem Zoo Berlin in den vergangenen anderthalb Jahren zugesetzt. Denn trotz fehlender Einnahmen mussten die Tiere weiterhin versorgt werden. Bis zu 16,5 Millionen fehlen dem Zoo demnach. Die kommen nun vom Land Berlin, wie seit dieser Woche feststeht. Wie der rbb berichtet, verständigte sich die rot-rot-grüne Koalition auf ein Konzept, um den Zoo vor der Pleite zu bewahren.

Unterstützung mit Auflagen

Die Einmalzahlung dürfte nun eine alte Vereinbarung zwischen Zoo AG und dem Land Berlin ablösen. Demnach erhält die AG, laut einer 1955 vereinbarten unbefristeten Zahlungsverpflichtung, für das Überlassen von Grundstücksflächen jährliche Ausgleichszahlungen. Die sollen künftig wegfallen. Und es gibt weitere Auflagen für die rettende Zahlung: So muss sich der Zoo künftig mit dem Senat abstimmen, wenn es darum geht, Eintrittspreise oder ähnliches zu verändern. Zuvor war die Entscheidung über eine Finanzspritze mehrmals vertagt worden. Die Koalitionen wollten noch mehr Infos über die allgemeine finanzielle Situation und mögliche andere Gründe für die monetäre Schieflage der Einrichtung einholen. Zwischenzeitlich wurden auch andere Finanzhilfen, wie Aktien, ins Spiel gebracht.

Hoffnung auf mehr Besucher

Der Zoo hofft derweil weiter, dass sich die Besucherzahlen erholen und wieder auf ein Vor-Corona-Niveau steigen. Noch 2019 kamen 3,7 Millionen Besucher aus aller Welt, um Meng Meng und Co. zu sehen. 2020 waren es 2,3 Millionen Zoo-Besucher. Auch in diesem Jahr müsse nochmals mit einem hohen Verlust gerechnet werden.

Datum: 9. September 2021, Text: kr, Bild: IMAGO/Joko