Lichtenrade weiterhin ohne Wochenmarkt

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Die CDU-Fraktion im Bezirksparlament will einen Wochenmarkt zurück in den Kiez holen. Möglicher Standort wäre die Nahariyastraße.

Lichtenrade braucht einen neuen Wochenmarkt. Das zumindest fordert die CDU-Fraktion im Bezirksparlament Tempelhof-Schöneberg. Der ehemalige Bauernmarkt auf dem Pfarrer-Lütkehaus-Platz unweit des S-Bahnhofs Lichtenrade, auf dem bis vor einigen Jahren unter dem Motto „Von Bauernland in Käufers Hand“ Lebensmittel aus der Region angeboten wurden, musste den Bauarbeiten für die Dresdner Bahn weichen. Gespräche über mögliche Ersatzstandorte verliefen im Anschluss im Sand.

Wochenmarkt würde Viertel beleben

Doch der Bedarf ist weiterhin groß im Kiez. Die CDU-Fraktion fordert nun eine schnelle Lösungsfindung zum Wohle des Viertels. „Der angestammte Standort des Lichtenrader Wochenmarktes ist verloren gegangen. Im ‚Revier Lichtenrade‘ steht bis 2024 kein Platz zur Verfügung. Ein Wochenmarkt aber hat Charme. Er belebt ein Viertel und steigert dessen Attraktivität. Lichtenrade sollte daher nicht auf einen Wochenmarkt verzichten müssen“, erklärt der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses der Bezirksverordnetenversammlung, Hagen Kliem. Als Standort wäre demnach der ‚Marktplatz‘ an der Nahariyastraße geeignet. „Dort hätte ein Wochenmarkt Potenzial, zumal das Gebiet ein Quartiersmanagement hat. Der Wochenmarkt könnte ein QM-Projekt werden“, so Kliem weiter.

Die Dresdner Bahn soll Fahrgäste in 20 Minuten vom Hauptbahnhof über Schöneberg und Tempelhof zum BER bringen. Auch am Bahnhof Lichtenrade sind Bauarbeiten notwendig, die Fläche des ehemaligen Markts wird unter anderem als Lagerplatz genutzt. Nach Beginn der aufwändigen Arbeiten war unter anderem die Rede davon, den Wochenmarkt vor die Alte Mälzerei zu verlegen, etablieren konnte sich die Idee jedoch nicht.

Datum: 4. September 2021, Text: kr, Bild: IMAGO/Eibner