Vom Alex zum Potsdamer Platz: Straßenbahnplanungen gehen voran

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Bevor die Tram aber tatsächlich bis zum Potsdamer Platz rollen kann, gibt es noch viel zu tun. Anwohner der Leipziger Straße befürchten weitere Verzögerungen.

Es ist einiges geplant für Berlins alte Mitte: Vor wenigen Tagen erst wurde der Siegerentwurf für das Areal Rathausforum und Karl-Marx-Forum gekürt, nun gibt es Neuigkeiten zur vorgesehenen Tramstrecke zwischen Alexanderplatz und Potsdamer Platz beziehungsweise dem Kulturforum.

Damit die problemlos auf knapp vier Kilometern Länge und über die Leipziger Straße rollen kann, müssen aber zunächst noch einige andere Baustellen angegangen werden. Neben dem Molkenmarktumbau gehört dazu vor allem die neue Mühlendammbrücke, in deren Mitte die Tram fahren soll. Aber auch die Gertraudenbrücke müsste vor der Inbetriebnahme der Straßenbahn einen Ersatzbau bekommen, so die Planer. Und auch ein „Ersatzneubau der Spittelmarktbrücke vor der Inbetriebnahme der Straßenbahn ist zwingend erforderlich“, heißt es in einer Übersicht über den Planungsstand.

Lange Planungszeit erwartet

Mit dem Neubau der Mühlendammbrücke soll nach derzeitigem Stand im Jahr 2024 begonnen werden, erst vier Jahre später soll dann die Verkehrsfreigabe für die Straßenbahn folgen. Die Anwohner der Leipziger Straße erhoffen sich durch den Straßenbahnausbau auch eine allgemeine Verkehrsberuhigung an der viel befahrenen Straße. In den Kommentarspalten bei mein.berlin lässt sich aber auch eine Sorge vor einer langen Wartezeit auf diese Besserungen ausmachen.

Weiterer Streitpunkt sind die Haltestellen, von denen rund zehn Stück auf der gesamten Strecke aufgebaut werden sollen. Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) sprach während der Vorstellung der Pläne von einer „Neuordnung des gesamten Straßenraums“ in der alten Mitte. „Nur wenn wir es jetzt gut machen, haben wir auch die Chance, Berlin an dieser Stelle lebenswert zu machen“. 

Datum: 29. August 2021, Text: kr, Visualisierung: LocLab