Siemensstadt und Haselhorst werden gefördert

Berlin-Spandau-Siemensstadt
Berlin Spandau, OT Siemensstadt: Die Siedlung Siemensstadt auch Siemens-Siedlung befindet sich zwischen Harriesstraße, Dihlmannstraße, Rohrdamm und Im Heidewinkel. Sie wurde von 1922 bis 1932 von Hans C. Hertlein erbaut. Bis in die 1980er Jahre war sie nur für Siemens-Beschäftigte und ihre Familien vorgesehen Spandau *** Berlin Spandau, OT Siemensstadt The Siemensstadt housing estate, also known as Siemensiedlung, is located between Harriesstrasse, Dihlmannstrasse, Rohrdamm and Im Heidewinkel It was built by Hans C Hertlein between 1922 and 1932 Until the 1980s, it was intended only for Siemens employees and their families Spandau

Im Osten von Spandau stehen massive Veränderungen an. Um die Lebensqualität in Haselhorst und Siemensstadt zu sichern und zu verbessern, werden beide Kieze zu Fördergebieten.

Der Berliner Senat hat für das Gebiet Haselhorst/Siemensstadt die Festlegung einer Förderkulisse im Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Lebenswerte Quartiere gestalten“ beschlossen. Dadurch sollen die Infrastruktur ausgebaut und Haselhorst und Siemensstadt somit besser miteinander und mit den kommenden neuen Wohngebieten vernetzt werden.

Haselhorst und Siemensstadt geraten unter Druck

„Neben dem Wohnungsneubau an der Paulsternstraße und dem Saatwinkler Damm sind mit dem neuen Quartier in Siemensstadt, der Insel Gartenfeld und der Wasserstadt Oberhavel gleich mehrere Großprojekte von überregionaler Bedeutung geplant“, so die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. „Es ist zu erwarten, dass von ihnen ein erheblicher Entwicklungsdruck auf die bestehenden Quartiere Haselhorst und Siemensstadt ausgehen wird. Mit dem Einsatz von Fördermitteln ist die Unterstützung und Begleitung für die Bewältigung dieser Veränderungsprozesse möglich.“

Die Mittel des Programms Nachhaltige Erneuerung werden bereits in 15 Gebieten Berlins eingesetzt. Sie dienen dem Zweck, bestehende Siedlungsstruktur an die Erfordernisse des demografischen und wirtschaftlichen Wandels sowie des Klimaschutzes anzupassen. Dies soll, in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirk Spandau, auch in Haselhorst und Siemensstadt gelingen. 

Mehr soziale und kulturelle Angebote

Aufgrund des zu erwartenden Bevölkerungswachstums sei von einem erhöhten Bedarf an sozialer und verkehrlicher Infrastruktur auszugehen, so die Senatsverwaltung. Diese betreffen demnach insbesondere Schulen, Kindertagesstätten und Jugendfreizeiteinrichtungen. Außerdem  die Qualität der Straßen und Wege, die Wegeführung sowie die Gestaltung des öffentlichen Raums. Schwerpunktbereiche sind dabei das Ortsteilzentrum Siemensstadt, das Nahversorgungszentrum Haselhorst. Auch die Schaffung von Angeboten sozialer und kultureller Infrastruktur in Haselhorst ist Schwerpunkt der Förderung. Die Vernetzung lebenswerter Quartiere durch übergeordnete Grünverbindungen und die Attraktivierung des Landschaftsraums sei ebenso ein wichtiges Ziel.

Grundlage für die Maßnahmen bildet das kürzlich für dieses Fördergebiet erstellte Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK), das im Mai vom Bezirksamt Spandau beschlossen wurde. In ihm wurden Entwicklungsziele für die kommenden zehn  bis zwölf Jahre formuliert. Für die Umsetzung der Maßnahmen des ISEK werden Kosten in Höhe von rund 202 Millionen Euro eingeplant, von denen etwa 49 Millionen Euro durch das Bund-Länder-Programm Nachhaltige Erneuerung in Aussicht gestellt werden.

Datum: 12. August 2021, Text: red, Bild: IMAGO/Jürgen Ritter