So soll die neue Mühlendammbrücke aussehen

Das Preisgericht hat sich für den Entwurf eines Berliner Ingenieurbüros entschieden. Die Brücke soll im Jahr 2028 befahrbar sein.

„Eine Brücke des 21. Jahrhunderts, nachhaltig, pfiffig und durchdacht“: so die einhellige Meinung der Jurymitglieder, die den Entwurf zur neuen Mühlendammbrücke des Berliner Ingenieurbüros Arup Deutschland GmbH und der Architekten von COBE A/S aus Kopenhagen zum Sieger gekürt haben.

Bis 2028 soll die moderne Spreebrücke mit Aufenthaltsflächen und Anbindung an die Uferbereiche entstehen. Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) sprach im Anschluss der Vorstellung von einem ästhetisch und funktional überzeugenden Siegerentwurf. „Die künftige Mühlendammbrücke wird eine Brücke für die Berliner Mobilitätswende, mit viel Platz für die stadtverträglichen Verkehrsarten Straßenbahn, Rad- und Fußverkehr. Zugleich fügt sich die Brücke durch ihre ansprechende Gestaltung in die historische Mitte Berlins ein und bietet an dieser Stelle über der Spree eine ganz neue Aufenthaltsqualität.“

Mühlendammbrücke: Mehr Platz für Radler und Fußgänger

Mittes Stadtentwicklungsstadtrat Ephraim Gothe hofft derweil auf eine schnelle Umsetzung des Tramschienenbaus auf der neuen Brücke. Die soll dann Fahrgäste vom Alex bis zum Potsdamer Platz und zum Halleschen Tor befördern und die Brücke „auf eine Autospur je Richtung umgerüstet“ werden, so der SPD-Politiker. Mit der künftigen Brückenkonstruktion wird eine Neuaufteilung der Verkehrsflächen realisiert. Die Kfz-Spuren werden zunächst von drei auf zwei reduziert. In einer zweiten Projektphase können die Kfz-Fahrspuren dann auf nur noch eine pro Fahrtrichtung reduziert werden – zugunsten von mehr Gestaltungsraum für den Rad- und den Fußverkehr, so die Senatsverwaltung.

Wer einen Blick auf die künftige Brücke werfen möchte: Der Siegerentwurf und die weiteren Ergebnisse werden am 17. August im Lichthof der Senatsverwaltung Umwelt, Verkehr und Klimaschutz an der Brunnenstraße 110d-111 präsentiert. 

Datum: 2. August 2021, Text: kr/red, Visualisierung: Arup Deutschland GmbH, COBE A/S