Workshopverfahren zum Pankower Tor wird verlängert

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Es ist eines der meistdiskutierten Neubauvorhaben der Stadt. Nun werden die Planungen für das Stadtquartier am ehemaligen Rangierbahnhof, das Pankower Tor, immer konkreter.

Insgesamt sechs Architekten- und Planungsteams haben seit Ende 2020 Entwürfe für den Masterplan des neuen Stadtquartiers entwickelt, die während der vergangenen sieben Monate im Rahmen eines Workshopverfahrens weiterentwickelt wurden. Anfang Juni entschied sich eine Jury für zwei Entwürfe, die nun in eine dritte Workshoprunde ziehen. „Die Jury sieht in beiden Entwürfen große Potenziale für das Pankower Tor. Sie überzeugten durch die städtebaulichen Ansätze zur Quartiersentwicklung und die Freiraumkonzeptionen mit einem großen zusammenhängenden Park zwischen Wohnquartier und Bahntrasse. Details zur Umsetzung zum Beispiel mit Blick auf die Fortführung des Hauptzentrums Pankows an der Berliner Straße als urbanes Stadtquartier mit Einzelhandel, Büros und weiteren Nutzungen (Bereich B) werden im nächsten Schritt überarbeitet und weiter vertieft“, heißt es dazu vom Senat und der Krieger SE. Auf dem ersten Platz landete ein Entwurf mit dem Namen „Eintauchen in Bunte Hofwelten“, auf dem zweiten der Entwurf „Pankower Tor – Ein lebendiges Quartier mit Zukunft“.

2.000 neue Wohnungen entstehen

Das knapp 34 Hektar große Areal wurde 2010 von dem Möbelunternehmer Kurt Krieger erworben, der hier ursprünglich Möbelhäuser und einen Park errichten wollte. Schließlich einigten sich das Land Berlin und der Unternehmer auf ein neues Stadtquartier mit rund 2.000 Wohnungen, einem Möbelhaus, mindestens einer Schule, Kitas, einer Bibliothek, Einkaufsmöglichkeiten und vielen Grünflächen. In den kommenden Wochen sollen die Entwürfe nun noch einmal optimiert werden, bevor die Jury am 12. Juli eine finale Entscheidung trifft. Der Siegerentwurf wird dann im Rahmen eines digitalen Bürgerforums präsentiert.

Datum: 7. Juni 2021, Text: red./kr, Bild: IMAGO/Dirk Sattler