Ein Turm markiert jetzt das Tor zu Lichtenberg

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Am Bezirkseingang zu Lichtenberg ragt jetzt ein 64 Meter hohes Bürohochhaus an der Frankfurter Allee/ Ecke Möllendorfstraße empor.

Insgesamt 387 Wohnungen und zahlreiche Büro- und Gewerbeflächen sowie eine Kita sind im weithin sichtbaren Turmgebäude entstanden. „Grund und Boden in Berlin ist knapp und teuer“, sagt HOWOGE-Geschäftsführer Ulrich Schiller. „Quartiere kompakt und in die Höhe zu bauen ist daher nicht nur ein Gewinn für die Nachbarschaft, sondern auch ökologisch notwendig und sinnvoll, um die Flächenversiegelung und den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten“.

Darüber hinaus vereint das Quartier verschiedene Nutzungen und schafft damit einen echten Mehrwert für den gesamten Kiez, wie Sebastian Scheel (Die Linke), Senator für Stadtentwicklung und Wohnen unterstreicht: „Die HOWOGE hat die stadtplanerische Herausforderung, an diesem Ort ein neues Quartier entstehen zu lassen, angenommen und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wohnen und arbeiten in einem Quartier, eine Kita, ein nachhaltiges Energiekonzept und die Einbeziehung von Anwohnerinnen und Anwohnern in die Umfeldgestaltung sind Bausteine dieses gelungenen Projekts. Auch zum Umzug der HOWOGE in die neue Unternehmenszentrale hier am Stefan-Heym-Platz wünsche ich alles Gute und weiterhin viel Erfolg.“

Zwei Bauvorhaben werden zum „Quartier am Rathauspark“

Das „Quartier am Rathauspark“ ist in zwei Bauvorhaben entstanden. 2015 begannen die Bauarbeiten in der Rathausstraße 11-12. Das Projekt wurde im Rahmen des ersten Konzeptverfahrens des damaligen Liegenschaftsfonds Berlin (heute BIM) an die HOWOGE vergeben. Nach den Plänen von Hemprich Tophof Architekten sind dort insgesamt 136 Wohnungen entstanden, von denen sich zwölf im Altbau der aufwändig sanierten ehemaligen Polizeiwache befinden. Zum Quartier gehören zudem eine Kita mit 102 Plätzen sowie eine Tiefgarage mit 74 Auto- und 132 Fahrradstellplätzen.

Für das Wohn- und Büroquartier Möllendorfstraße 2, Stefan-Heym-Platz 1, Frankfurter Allee 129-137 und Rathausstraße 14-17 wurde der erste Spatenstich im Februar 2019 gesetzt. Die Architekturplanung erfolgte durch Baumschlager Eberle Architekten, Generalübernehmer war die PORR GmbH & Co. KGaA. Von den 251 Wohnungen vermietet die HOWOGE 26 Einheiten als geförderten Wohnraum zu Einstiegsmieten ab 6,50 Euro pro Quadratmeter. Im Quartier befinden sich insgesamt 15.500 Quadratmeter Büro und Gewerbeflächen, davon werden 1.850 Quadratmeter als Laden- und Gastronomieflächen genutzt. Das Gros dieser Flächen liegt im Hochhaus und in den Gebäuden zur Frankfurter Allee sowie zum Stefan-Heym- Platz hin.

„Das Errichten von Wohnraum war an dieser Stelle aufgrund der hohen Lärm-Emission baurechtlich nicht realisierbar“, erklärt Thomas Felgenhauer, Geschäftsführer der HOWOGE. „Eine gewerbliche Nutzung hingegen ist möglich und bietet den Vorteil, dass der Gebäuderiegel zugleich als Schallschutz für die dahinter liegende Wohnbebauung dient.“ Im Sockel und in den Seitenflügeln des Turms – am Stefan-Heym-Platz 1 – befindet sich als großer Lichtenberger Arbeitgeber nun auch die Unternehmenszentrale der HOWOGE.

Klimafreundliches Stadtquartier

Für die Bürogebäude strebt die HOWOGE die DGNB-Gold-Zertifizierung an – die zweithöchste Auszeichnung, welche die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) vergibt. Dafür müssen insgesamt rund 60 Kriterien erfüllt sein. Einen hohen energetischen Standard weisen aber auch die Wohngebäude auf. Eine tragende Säule des Energiekonzepts ist die Stromerzeugung durch Photovoltaikmodule auf dem Dach in Kombination mit einem eigenen Blockheizkraftwerk sowie Fernwärme. Der dadurch erzeugte klimafreundliche Strom kann direkt an die Nutzer im Haus geliefert werden. Der günstige Strom-Tarif zahlt dabei auf eine bezahlbare Gesamtmiete ein und ermöglicht auch Haushalten mit geringem Einkommen eine Teilhabe an der Energiewende. Der Arbeitspreis beträgt aktuell 26 Cent/kWh bei einem monatlichen Grundpreis von sieben Euro. Damit kostet der HOWOGE-Grünstrom rund fünf Cent/kWh weniger als vergleichbare Tarife im bundesweiten Durchschnitt.

Datum: 31. Mai 2021, Text: red, Bild: Howoge