Mit der Straßenbahn von Weißensee direkt nach Pankow

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BVG-Tram M10 2018-02-13, Berlin, Deutschland - Moderne Niederflur-Tram der Berliner Verkehrsbetriebe BVG auf der Linie M10 an der Sandkrugbrücke in Berlin-Mitte. *** BVG tram M10 2018 02 13 Berlin Germany modern low-floor tram of the Berliner Verkehrsbetriebe BVG line M10 on the sand jug bridge in Berlin Mitte

Senat beschließt weitere Planung zur neuen Straßenbahn-Strecke von Weißensee bis zum S- und U-Bahnhof Pankow.

Noch enden die Straßenbahnlinien 12 und 27 am Pasedagplatz in Weißensee. Wer weiter nach Pankow fahren möchte, muss zur Buslinie X54 wechseln. Sie verläuft entlang der hoch belasteten Romain-Rolland-Straße und der Granitzstraße und verbindet Weißensee, Heinersdorf und Pankow. Doch bald sollen Fahrgäste ohne Umstieg nach Pankow gelangen. In seiner heutigen Sitzung hat der Senat die weitere Planung zur Straßenbahn-Neubaustrecke von Weißensee über Heinersdorf bis zum S- und U-Bahnhof Pankow beschlossen.

Damit kann die Senatsverkehrsverwaltung in die vertiefende Vorplanung der Vorzugsvariante einsteigen. Die bevorzugte Route folgt von der bisherigen Endhaltestelle der Straßenbahnlinien 12 und 27 am Pasedagplatz zunächst der Rennbahnstraße und der Romain-Rolland-Straße. In Heinersdorf soll die Strecke die künftige Verlängerung der Straßenbahn M2 in Richtung Entwicklungsgebiet Blankenburger Süden kreuzen und unter der Brücke der Prenzlauer Promenade hindurch nach einem Südschwenk parallel zur Granitzstraße bis zum S- und U-Bahnhof Pankow verlaufen.

15 neue Strecken in 15 Jahren

„Mit der leistungsfähigen Straßenbahn verbessern wir das ÖPNV-Angebot zwischen Weißensee und Pankow enorm und schließen einmal mehr eine Netzlücke in der äußeren Stadt. Es werden attraktive Verbindungen zum Entwicklungsgebiet am Pankower Tor, zur künftigen Straßenbahnlinie M2, zur S-Bahn und zur U-Bahn-Linie 2 geschaffen“, erklärte Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne). Diese Neubaustrecke sei Bestandteil der beispiellosen Straßenbahnoffensive – 15 neue Strecken in 15 Jahren –, die mit dem Nahverkehrsplan und dem Stadtentwicklungsplan Mobilität und Verkehr bereits beschlossen ist. „Mit dem ÖPNV-Ausbau auf der Schiene bringen wir die Mobilitätswende voran“, sagt sie. Fertigstellung und Inbetriebnahme ist nach derzeitiger Planung frühestens im Jahr 2028, wie der Senat verkündete. 

Datum: 14. April 2021, Text: red., Bild: IMAGO/Jürgen Heinrich