Hindu-Tempel in Hasenheide soll im Herbst eröffnet werden

Tempel Hasenheide
Spitze des im Bau befindlichen Sri Ganesha Hindu Tempels am Rande der Berliner Hasenheide. Sri Ganesha Hindu Tempel *** Top of the Sri Ganesha Hindu temple under construction on the edge of the Berlin Hasenheide Sri Ganesha Hindu temple
Seit zehn Jahren wird in der Hasenheide ein Hindu-Tempel gebaut. Noch fehlt das Dach. Doch im Herbst soll der Tempel eröffnet werden. Vorausgesetzt, die aktuelle Corona-Pandemie lässt dies zu.
Der Turm ist jetzt schon fertig. Zumindest von außen. Unten ist er in einem graublauen Ton gestrichen, oben in einem Gelb, das golden sein soll. Verziert ist der Turm mit 290 Statuen von meist vierhändigen Göttern. Sie sollen in alle Himmelsrichtungen deuten. Dazu sind sie mit allen denkbaren Attributen von Tieren versehen und viele hocken in einer meditativen Haltung. Der Turm soll später den Eingang zum Hindu-Tempel, an der Hasenheide 106, bilden, der sich direkt neben einer Bowlingbahn, Bauhaus und einem Wettbüro befindet. 
 
Der Tempel soll bei seiner Fertigstellung neben dem Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel in Hamm der zweite hinduistische Tempel Deutschlands und, nach dem Shri Swaminarayan Mandir in London, der zweitgrößte Hindutempel Europas sein. Namensgebend ist die Gottheit Ganesha
 

Jahrelanger Bau

Nach ersten Plänen im Jahr 2005 war als Baubeginn Ende 2007 vorgesehen und im Jahr 2010 sollte der Tempel fertiggestellt sein. Eine erste Grundsteinlegung erfolgte am 4. November 2007, ohne dass der Bau danach begann. Im Mai 2014 berichtete die Berliner Presse, das Vilwanathan Krishnamurty vom Vorstand des Sri Ganesha Hindu Tempel Vereins in einem Interview erklärte, dass niemand wisse, wann der Sri Ganesha Hindu Tempel fertig wird. „Ich hoffe, wir erleben es, bevor wir sterben“. Es sei üblich, dass Tempel „nach und nach“ gebaut werden, das kann 20 Jahren dauern. „Das entscheiden allein die Götter“, sagt Krishnamurty. Ob es nun bei der geplanten Fertigstellung im Herbst 2021 soweit sein soll, wird sich zeigen. 
 
Datum: 19. Januar 2021, Text: ast., Bild: Klaus Hoefer