Tempelhof-Schöneberg: Acht Verdienstmedaillen und Förderpreise verliehen

Verdienstmedaille

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat acht Verdienstmedaillen und zwei Förderpreise für herausragendes bürgerschaftliches Engagement im Bezirk verliehen.

Aufgrund der aktuellen Lage wurde von einer offiziellen Veranstaltung zur Übergabe an die Preisträger abgesehen. Die Verdienstmedaillen und der Förderpreis wurden von den jeweiligen Laudatoren direkt an die Preisträger übergeben. Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler sagte anlässlich der Ehrungen: „Es ist mir eine große Freude, engagierte Bürger/Innen für ihre Verdienste, besonders in dieser für uns alle schwierigen Zeit, in den unterschiedlichsten Engagement-Feldern auszeichnen zu dürfen und ihnen für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zu danken. Die Engagierten bereichern mit ihrem Ehrenamt den Kiez, zeigen Solidarität und sind sichtbares Zeichen des Miteinanders in der Gesellschaft.

Träger der Verdienstmedaille 2020

Stephanie Neeb

Stephanie Neeb engagierte sich bereits in jungen Jahren für die jüngeren Handballer. Seit 35 Jahren bereichert Frau Neeb den Friedenauer Turn- und Sportclub 1886 e.V. mit ihren ehrenamtlichen Aufgaben, wobei das Augenmerk besonders auf die kleinsten und jüngsten Handballer gerichtet war. Mindestens zweimal die Woche gibt sie Handballtraining und ist am Wochenende bei den Spielen dabei. Auch im Erwachsenenbereich ist sie bei Spielen oft an der Kasse oder am Verkaufsstand tätig. Zusätzlich unterstützt Frau Neeb bei besonderen Veranstaltungen die Abteilungsleitung fleißig. Dafür wurde sie auch schon das eine oder andere Mal durch Verein und Verband ausgezeichnet.

Detlef Wendtland

Detlef Wendtland engagiert sich seit knapp 30 Jahren in der Klima- und Verkehrspolitik, sowie im Bereich geflüchteter Menschen. Mit seiner langen ehrenamtlichen Arbeit hat er den Bezirk wesentlich unterstützt und vorangebracht. Herr Wendtland hat sich eine umweltfreundliche Klima- und Verkehrspolitik zum Ziel gesetzt, dafür hat er zahlreiche Kampagnen geplant, vorbereitet und umgesetzt. Unter anderem hat er Korrespondenz und Gespräche mit Politikern und Medien konstruktiv geführt.

Als Leiter des FahrRats ist es ihm gelungen positiv auf die Bezirkspolitik einzuwirken und sorgte damit für eine Verbesserung des Radverkehrs, der auf eine höhere Stufe gestellt wurde. Im Bereich mit geflüchteten Menschen hat er die Fremdsprachen Arabisch und Farsi gelernt und sie in der Sprachlernmethode „Tandem“ umgesetzt. Mit der Tandem Methode hat er zahlreichen Menschen mit anderen Fremdsprachen und in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften helfen können. Des Weiteren hat Herr Wendtland für das Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Geflüchtete und Migranten (BBZ) und die UFA-Fabrik ein vielfältiges Maß an Organisations- und Betreuungsarbeit geleistet.

Reinhard Pauls

Herr Reinhard Pauls ist seit 1975 Mitglied im Olympischen Sport-Club Berlin e.V., von 2005 bis 2012 war er stellvertretender Abteilungsleiter, die Funktion als Kassenwart der Abteilung und die Organisation der Lehrschwimmkurse übernimmt er seit 2014. Herr Pauls kümmert sich um die OSC-Lehrschwimmtrainer und um „Problemkinder“, die Angst vor dem Wasser haben. Unter anderem gibt er in der Position des Übungsleiters Nachhilfestunden für bereits schwimmende Kinder. Im Jahr 2016 hat er das Konzept des Eltern-Kinderschwimmens aufgebaut. Herr Pauls engagiert sich seit nunmehr fast 35 Jahren in dem Olympischen Sport-Club Berlin.

Frank Sachse

Herr Frank Sachse war im Jahr 2008 einer der Mitbegründer des Arbeitskreises Historisches Marienfelde (AkHM). Seitdem arbeitet er mit großem Engagement daran den unterschiedlichen Generationen das Wissen und Informationen über Marienfelde zu vermitteln. Eine vereinseigene Website und viele Info-Tafeln in Marienfelde sind sichtbare Zeichen der Aktivitäten von Herr Sachse und den übrigen Mitgliedern des Vereins.

Detlef Schmidt

Detlef Schmidt engagiert sich seit mehr als 25 Jahren im Vorstand der Deutschen Rheuma Liga Berlin. Er kümmert sich um die Anliegen der an Rheuma erkrankten Menschen und nutzt seine Sensibilität, um sich für diese Menschen stark zu machen. Herr Schmidt half vor allem bei der Erfüllung des Traums von einem Gesundheitszentrum. Mit ihm konnte das Rheuma-Liga-Gesundheitszentrum geplant und anschließend umgesetzt werden, sodass die Rheuma Liga über ein eigenes Gesundheitszentrum verfügt. In der Woche leistet er durchschnittlich 10 Stunden ehrenamtliche Arbeit, während der Phase von der Planung und Umsetzung des Gesundheitszentrums, also in den Jahren 2010-2018, leistete er durchschnittlich über 15 Stunden in der Woche.

Elke Saalmann

Frau Saalmann hat sich 10 Jahre lang, als Vertreterin der Bewohnerschaft, für die Genehmigung von Fördermitteln für Projekte eingesetzt. Seit 2009 entwickelt und plant sie auch eigene Projekte, sowie Feste. Dazu gehören zum Beispiel die Organisation von Mieterfesten, Fahrradausflüge in der Umgebung, Hilfe beim Kieztrödel, die Mitwirkung beim Marienfelder Generationenlauf und beim Tortenwettbewerb. Seit 2016 setzt sie sich als ehrenamtliches Mitglied für die Vermittlung zwischen Degewo-Verwaltung und Mieter_ ein.

Heidelore Müller

Frau Heidelore Müller engagiert sich seit der Eröffnung der Lebensmittelausgabe im Jahr 2007. Sie hat diese vor längerer Zeit übernommen und leitet die Lebensmittelausgabe seitdem. Besonders bei der Lebensmittelausgabe zeigt sie sehr viel Initiative, sie ist die erste die kommt und die letzte die geht. Des Weiteren ist sie Mitglied im Beirat von Laib und Seele. Ebenfalls war Frau Müller eine Zeit lang Mitglied im Vorstand der Berliner Tafel. Dort hilft sie immer noch beim Abholen und Sortieren von Obst und Gemüse nach Veranstaltungen.

Diethelm Wohnhas

Herr Diethelm Wohnhas ist seit 11 Jahren im Ambulanten Hospizdienst tätig. 2008/2009 hat er an dem Vorbereitungskurs für ehrenamtliche Sterbebegleiter teilgenommen. Dort hat er im Laufe der Jahre viele, sehr unterschiedliche schwer kranke und sterbende Menschen, sowie deren Angehörigen begleitet. Beim jährlichen Transfer der Gedenksteine brachte Herr Wohnhas sich ebenfalls mit ein. Auch bei dem Theaterstück „Bertha, stirb endlich!“ hat er mitgewirkt und wichtige Impulse gegeben.

Sie haben die Förderpreise zu je 500 Euro gewonnen

Malteser Schulprojekt St. Franziskus

Das Malteser Schulprojekt an der Franziskusschule beinhaltet die Förderung, Begleitung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen an der katholischen Schule St. Franziskus (in Schöneberg). Bereits 17 Jahre gilt dies als Anlaufstelle für viele Kinder und Jugendliche. Durchschnittlich nutzen ca. 120 Kinder und Jugendliche aller Altersstufen die vielfältigen Angebote. Angebote werden oft im Gruppenformat angeboten zum Beispiel die Hausaufgabenbetreuung, viele kreativ- und Sportworkshops, offener Freizeitbereich am Nachmittag, Kochgruppe und gesunde Ernährung, Ferienprogramme, Fahrten und Ausflüge. Jeden Wochentag werden zwei bis drei Klassen im Rahmen einer Schulstunde betreut. Des Weiteren werden täglich ca. sechs Stunden in Einzel- und Gruppenbetreuung durchgeführt. Um die jungen Menschen zu fördern gibt es den Schulsanitätsdienst. Diese Ausbildung zum Schulsanitäter ist für Schüler ab der 7. Klasse möglich. Sie dürfen sich um die Erstversorgung von verunfallten Schüler, die Einschätzung des Gefährdungsgrades und um die Alarmierung des Rettungsdienstes bei Notfällen kümmern.

Wohnungslosentagesstätte Schöneberg

Die Wohnungslosentagesstätte des Unionhilfswerkes ist eine Anlaufstelle für Obdachlose, Geflüchtete, ausländische Arbeiter und bedürftige Anwohner. Sieben junge Helfer haben den festangestellten Mitarbeiter ehrenamtlich unter die Arme gegriffen und bei der Essensausgabe, Vergabe von Kleidung und als freundliche Zuhörer geholfen. Damit haben sie eine wichtige Arbeit in der Fürsorge um bedürftige Menschen im Bezirk geleistet.

Datum: 21. Dezember 2020, Text: red, Bild: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg