Erneuter Wirbel um Blankenburger Süden

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Protest Blankenburg Protest gegen die Bebauungspläne des Berliner Senats im Blankenburger Süden: Der Senat plant den Bau von 6000 Wohnungen und eine Verlängerung der Tram M2 bis zum S-Bahnhof Blankenburg mit einer Wendeschleife in einer Kleingartenkolonie. Banner: Hier werden demnächst Familien und Existenzen zerstört. Berlin Berlin Deutschland *** Protest Blankenburg Protest against the development plans of the Berlin Senate in the south of Blankenburg The Senate plans to build 6,000 apartments and an extension of the Tram M2 to S station Blankenburg with a turning loop in a small garden colony Banner Families and existences will soon be destroyed Berlin Berlin Germany

Grüne kritisieren Senat und fordern schnellen Baubeginn in Pankow.

Es soll eines der größten künftigen Wohnungsbauprojekte werden. Im Blankenburger Süden sollen ab 2025 auf 90 Hektar rund 6.000 neue Wohnungen entstehen. Das Vorhaben sorgt seit seiner Bekanntgabe für Unmut unter den Anwohnern und Kleingartenbesitzern in Blankenburg. Erst im Februar hatte die Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr den Beginn des Beteiligungsverfahrens für eine neue Straßenbahntrasse auf ihrer Internetseite bekannt gegeben. Sie soll das neue Stadtviertel erschließen – und könnte einmal quer durch die Anlage Blankenburg mit 1.300 Parzellen führen.

Eine Bürgerinitiative protestiert jetzt mit einer öffentlichen Erklärung gegen das Vorhaben. Die „Allianz ausgegrenzter Anwohner-Initiativen“ fordert die Auflösung des aktuell für die Planungen zuständigen Projektbeirats „Blankenburger Süden“ sowie grundsätzlich auf Enteignungen und Inanspruchnahme von Eigentumsgrundstücken abzusehen. Erst vor wenigen Tagen zogen Anwohner und Pächter durch Mitte, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Verständnis für de wachsenden Unmut der Anwohner zeigt die Grünen-Fraktion im Bezirk. Sie fordert eine schnelle Entscheidung vom Senat und kritisiert die fehlenden Kommunikation im Rahmen der Projektplanungen. „Statt zügig und stringent zu planen, brachte die Senatsverwaltung das Projekt durch schlechte Kommunikation zunächst in Schieflage, um es dann auf den Sankt Nimmerleinstag zu verschieben. Inzwischen terminiert die Behörde selbst die grundsätzliche Entscheidung über den Standort Blankenburger Süden auf die Zeit nach 2021“, ärgert sich die statdentwicklungspolitische Sprecherin Almuth Tharan. Berlin und Pankow bräuchten dringend neuen und vor allem bezahlbaren Wohnraum.

Datum: 6. April 2019, Text: Katja Reichgardt, Bild: imago/Christian Mang